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  • Speyer: Straßenbenennung nach Helmut Kohl Thema im Stadtrat

    Speyer. Der Speyerer Stadtrat wird sich Ende November wie andere Gremien zuvor mit der Frage befassen, ob eine Straße nach dem verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl benannt werden soll. Nach städtischen Angaben vom Donnerstag liegen drei Anträge vor.

    Die CDU-Fraktion spricht sich dafür aus, im Lauf des nächsten Jahres eine Straße nach dem Staatsmann zu benennen und die Bürger "in geeigneter Weise" in den Prozess einzubeziehen, zum Beispiel durch eine Umfrage auf der Homepage der Stadt. Die Details zum Verfahren sollen vom Ältestenrat geregelt werden. Bis Februar 2018 soll eine abschließende Entscheidung über den Ort getroffen werden. Wie viele Fraktionen hinter dem Antrag stünden, könne er "nicht mit Gewissheit sagen", er hoffe aber auf einen Konsens, so Fraktionschef Axel Wilke.

    Die Linken-Fraktion möchte eine nach dem früheren Oberbürgermeister Karl Leiling benannte Allee umbenennen, weil Leiling eine fragwürdige Rolle in der NS-Zeit gespielt habe. Die Bürgergemeinschaft Speyer will das zur Domhof-Brauerei führende Sträßchen "Bauhof" nach dem Altkanzler benennen, der in Speyer begraben ist. Stadtsprecher Matthias Nowack sagte, er glaube nicht, dass in der Sitzung am 30. November schon eine Entscheidung über eine Straße getroffen werde.

    Kürzlich hatte der Stadtrat von Idar-Oberstein entschieden, dass der bisherige Europaplatz in "Helmut Kohl-Europaplatz" umbenannt wird. In Frankenthal und Ludwigshafen hatten die CDU-Fraktionen erste Stadtratsbeschlüsse zur Umbenennung eines Platzes beziehungsweise einer Allee nach Protesten wieder gekippt. (dpa)

     

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