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  • Südwest: 2017 mehr als 70 antisemitische Straftaten

    Stuttgart.In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres sind im Südwesten mehr als 70 antisemitische Straftaten erfasst worden. Von Januar bis September waren es laut Innenministerium 71 antisemitische Rechtsverstöße, überwiegend Volksverhetzungs- sowie Propaganda- und Sachbeschädigungsdelikte. Darunter war keine Gewalttat. Die Straftaten gingen hauptsächlich auf das Konto der politisch motivierten Kriminalität von rechts, wie das Ministerium auf Anfrage am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Der bisher erhobene Wert für 2017 liegt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, in dem insgesamt 95 Straftaten gezählt wurden. In den Vorjahren wurden deutlich mehr Fälle registriert.

    Nach Angaben des Innenministeriums in Stuttgart ist statistisch keine verschärfte Sicherheitslage für Menschen jüdischen Glaubens festzustellen. Ressortchef Thomas Strobl (CDU) erwägt aber, einen Antisemitismusbeauftragten einzusetzen. Derzeit wird seinem Sprecher zufolge noch über die Ausgestaltung des Amtes nachgedacht.

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