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  • Speyer: Überschuss des Bistums Speyer schrumpft stark

    Speyer. Die Einnahmen des Bistums Speyer sind im vergangenen Jahr immens geschrumpft. Der Jahresabschluss weise einen Überschuss von 670 000 Euro aus, teilte das Bistum am Montag mit. Das waren satte 7,1 Millionen Euro weniger Überschuss als im Jahr zuvor. Ein wichtiger Grund seien die Rückgänge der Erträge aus dem sogenannten Kirchensteuer-Clearing. Dabei werde das Kirchensteuer-Aufkommen zwischen den Finanzämtern der Bundesländer und den Bistümern nachträglich abgerechnet.

    Das führe "immer wieder zu erheblichen, unvorhersehbaren Schwankungen", erklärte Finanzdirektorin Tatjana Mast. Im Vergleich zum Jahr 2015 seien die Erträge aus diesem Verfahren um rund 9,7 Millionen Euro zurückgegangen. "Diese Entwicklung hat den Handlungsspielraum des Bistums eingeengt, denn die Kirchensteuer ist die wichtigste Ertragsquelle des Bistums und trägt mit über 80 Prozent zur Finanzierung der Ausgaben bei", betonte Mast.

    Aufwendungen in Höhe von 153 Millionen Euro stehe eine Bilanzsumme von 170 Millionen Euro gegenüber. Diese sei zu 42 Prozent durch Eigenkapital abgedeckt. Wirtschaftsprüfer warnen den Angaben zufolge indes vor erwarteten sinkenden Kirchensteuereinnahmen und empfehlen dem Bistum, weitere Rücklagen aufzubauen. (dpa/lrs)

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