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  • Hessen: Deutlich weniger Datenklau an Geldautomaten 

    Frankfurt.Datendiebe haben an Geldautomaten in Hessen im ersten Halbjahr 2019 deutlich seltener zugeschlagen als vor Jahresfrist. Zwar zählt Hessen zu den fünf Bundesländern, in denen die Frankfurter Einrichtung Euro-Kartensysteme im Zeitraum Januar bis einschließlich Juni sogenannte Skimming-Attacken registrierte. Doch nur in fünf der bundesweit 170 Fälle manipulierten Kriminelle Geldautomaten in Hessen, um Kartendaten und Geheimnummern (PIN) von Bankkunden auszuspähen.
    Im ersten Halbjahr 2018 hatte es bundesweit 282 Fälle gegeben, davon 17 in Hessen. Im Gesamtjahr 2018 zählte Euro-Kartensysteme 449 "Skimming"-Fälle, davon 19 in Hessen. Dabei kann es an einzelnen Geräten mehrere Fälle gegeben haben.
    Kriminelle nutzen die Daten, um Kartendubletten herzustellen und mit diesen Geld abzuheben oder einzukaufen. Das funktioniert aber wegen moderner Sicherheitstechnik nur noch in wenigen Ländern. Den durch "Skimming" entstandenen Bruttoschaden aus deutscher Sicht bezifferte Euro-Kartensysteme für das erste Halbjahr auf 592.000 Euro - ein Rekordtief.
    Den Großteil davon können sich Banken und Sparkassen zurückholen, weil diejenigen Staaten für Schäden aus betrügerischen Geschäften haften müssen, die die niedrigsten Sicherheitsstandards haben.
    Bankkunden, die in Deutschland Opfer von "Skimming" geworden sind, haben normalerweise keinen finanziellen Nachteil. In der Regel ersetzen Geldinstitute solche Schäden - vorausgesetzt, die Verbraucher sind sorgfältig mit Bankkarte und PIN umgegangen.

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