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  • Ludwigshafen: Ermittlungen gegen Mitarbeiter des Silzer Kinder- und Jugenddorfs eingestellt

    Ludwigshafen/Landau. Die Vorwürfe gegen das Kinder- und Jugenddorf Maria Regina in Silz wogen schwer – letztendlich erwiesen sie sich jedoch als haltlos. Die Landauer Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen wegen angeblicher Misshandlungen gegen Verantwortliche, Mitarbeiter und ehemalige Heimbewohner eingestellt. Dies teilte die Justizbehörde am Dienstag mit. Die Verfahren ausgelöst hatte 2016 die Strafanzeige eines ehemaligen Rechtsanwalts. In Vertretung von 24 mutmaßlichen Opfern hatte dieser Beschäftigten des Heims vorgeworfen, Bewohner körperlich und psychisch misshandelt zu haben. In der Anzeige war von Bedrohung, Körperverletzung und Sexualdelikten die Rede. Die Staatsanwaltschaft ermittelte daraufhin gegen 17 Mitarbeiter des Kinder- und Jugenddorfs. Beweise, dass diese Straftaten zum Nachteil von Heimbewohnern begangen haben, hätten sich jedoch nicht ergeben, so die Leitende Oberstaatsanwältin Angelika Möhlig.

    Einige der mutmaßlichen Opfer hätten in ihrer Vernehmung sogar erklärt, dass es nicht zu den vorgebrachten Taten gekommen sei. Bei anderen konnten die Ermittlungen die Vorwürfe nicht bestätigen. Auch die Anschuldigung, Mitarbeiter oder Verantwortliche hätten ihre Aufsichtspflicht verletzt und somit den eventuellen Übergriffen Vorschub geleistet, ließ sich demnach nicht belegen.

    Ermittelt wurde auch gegen 14 ehemalige Heimbewohner, die angeblich Straftaten gegen Mitbewohner begangen haben sollen. Die angezeigten Taten waren jedoch größtenteils verjährt oder die Betroffenen seinerzeit noch strafunmündig. Zur Prüfung übrig blieben laut Staatsanwaltschaft letztlich noch zwei Fälle. Einer wurde wegen geringer Schuld nicht weiter verfolgt, der andere wurde ebenfalls zu den Akten gelegt, da „ein Tatnachweis nicht geführt werden konnte“. (agö)

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