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  • Wiesbaden: Hessen setzt Schonzeit für Wildschweine nicht aus

    Wiesbaden.Die Sorge vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest treibt auch die Behörden in Hessen um. Allerdings ist eine Aufhebung der Schonzeit für Wildschweine, wie sie derzeit in Hamburg angeordnet wird, nicht notwendig. Nach Auskunft des hessischen Umweltministeriums darf der Großteil der Wildschweine in Hessen ganzjährig bejagt werden. Ausgenommen davon sind nur Bachen und Keiler, für die eine Schonzeit vom 16. Juni bis 31. Juni gilt, sowie Bachen, die Frischlinge führen. In Hessen gibt es laut Umweltministerium derzeit rund 62.000 Wildschweine, von denen etwa 52.000 Frischlinge verschiedener Altersklassen sind. Die Jagd auf Bachen, die keine Frischlinge führen, wird vom Umweltministerium ausdrücklich begrüßt. Das Ministerium steht zudem mit den Jagd- und Veterinärbehörden in ständigem Kontakt, falls weitere Maßnahmen erforderlich sind, um eine Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hatte in seiner Bewertung zur Verringerung des Risikos einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest empfohlen, die Wildschweinbestände drastisch zu reduzieren. Die Gefahr einer Einschleppung nach Deutschland ist angesichts neuer Fälle in Polen und Tschechien weiterhin hoch. Der Erreger ist für den Menschen ungefährlich. Bei Schweinen verläuft die Erkrankung aber in fast allen Fällen tödlich. Es gibt keinen Impfstoff gegen die Seuche. 

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