Altlußheim

Jugendzentrum „Space“ SPD-Landtagsabgeordneter Daniel Born und Bürgermeister Uwe Grempels informieren sich vor Ort

Auch ein Platz zum Chillen

Altlußheim.Billardtische, Tischkicker, bunte Graffiti an der Wand, gemütliche Sofas zum Chillen – schon beim Hereinkommen ins „Space“ wird deutlich, dass hier ein lebendiger Treffpunkt für Jugendliche entstanden ist. Landtagsabgeordneter Daniel Born, der unter anderem im Ausschuss für Kultus und Jugend arbeitet, hat bei seiner Juz-Tour gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Grempels, Gemeinderat Dieter Hoffstätter und der stellvertretenden Vorsitzenden der örtlichen SPD, Doris Uhrich, das Jugendzentrum „Space“ besucht, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bevor das Fachgespräch mit Juz-Leiterin Waltraud Hook und Mitarbeiterin Renate Fuchs beginnen konnte, stürzten sich Born und Grempels an einen der Tischkicker. Gemeinsam mit den Jugendlichen kam es zu zwei spannenden Duellen, wobei ein Spiel das Team Born und ein Spiel das Team Grempels gewinnen konnte.

Erste Eindrücke als Grundschüler

In der folgenden Gesprächsrunde ging Waltraud Hook auf die Konzeption und die Zugangsmöglichkeiten ein: „Die Altlußheimer Kinder erfahren erste Eindrücke von dem Zentrum, indem sie es in der Grundschule mit der Schulklasse besuchen und die Betreuer erstmals kennenlernen. Von da an dürfen sie kommen und gehen, wann sie wollen. Hier kann man basteln, sich bewegen oder einfach mal chillen und sich miteinander unterhalten.“

„Nach der Grundschule ändern sich die Bezüge der Kinder, da sie in weiterführenden Schulen überall in der Region sind. Das ,Space’ schafft wortwörtlich einen Raum für sie in ihrer Gemeinde und in unmittelbarer Nähe“, unterstrich Uwe Grempels in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Jugendzentrums für Altlußheim. Darum sei ihm wichtig, dieses Angebot aufrechtzuerhalten, auch wenn Waltraud Hook 2021 in den Ruhestand gehen werde.

„Ich erinnere mich noch, als Frau Hook vor über zwanzig Jahren dazukam. Das war ein großer Schritt für die Jugendarbeit in Altlußheim“, merkt Dieter Hoffstätter an. Auch Daniel Born ging auf die langjährige Erfahrung der Diplompädagogin ein: „Bindung aufbauen ist der zentrale Faktor in der Jugendarbeit – da hilft so ein Erfahrungsschatz schon weiter, um ein starkes Angebot für die Jugendlichen zu schaffen.“

Außengelände fehlt

Auf Borns Nachfrage nach Problemen sagte Hook, es fehle der Einrichtung ein Außengelände. Der große Kellerraum biete zwar im Frühling und Herbst meist genügend Platz und Spielraum, sei aber in den Wintermonaten schwer zu nutzen, da es sehr kalt werde. Im Sommer wollen und sollen die Kinder und Jugendlichen dagegen lieber an der frischen Luft spielen. Hier äußerte Hook einen Appell an die kommunale und regionale Politik: „Da wäre es gut, wenn man uns unterstützen könnte, dann wäre der Jugendtreff noch besser und wir könnten mehr Kindern Raum geben, sich zu entfalten und kennenzulernen.“

Konflikte gab es auch, als einige neue Kinder, nach der Ankunft geflüchteter Familien in Altlußheim, im Jugendtreff ankamen. Nach einer kurzen Phase, in der es einige Familien gab, die sich nicht mit den Neuankömmlingen auseinandersetzen wollten und die Geflüchteten sich noch nicht an die Regeln des ,Space’ gewöhnt hatten, konnte Waltraud Hook mit Gesprächen und Überzeugungsarbeit dieses Problem lösen. Die Kinder und Jugendlichen freundeten sich schnell an und man konnte die Idee der Integration und Einbeziehung aller erfolgreich meistern.

„Das Space schafft wortwörtlich einen Raum für Jugendliche – solche Räume sind wertvoll, damit Zusammenhalt und Zuhause gelingt“, resümierte Born am Ende seines Besuchs. zg

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