Altlußheim

Bauantrag Bürgermeister Grempels widerspricht

Darstellung lückenhaft

Altlußheim/Hockenheim.„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, weist Bürgermeister Uwe Grempels die Darstellung der Pressestelle der Stadt Hockenheim (wir berichteten), sein Haus trage die Verantwortung an der langen Wartezeit auf die Baugenehmigung für den katholischen Kindergarten, zurück. Anhand des dokumentierten Schriftwechsels mit der Baurechtsbehörde fordert er diese auf, „zu ihrer Verantwortung zu stehen“.

„Am 17. Dezember haben wir unseren Antrag eingereicht, am 19. Dezember ist er bei der Behörde eingegangen“, führt Grempels im Gespräch mit unserer Zeitung aus. Danach habe zwei Monate Funkstille geherrscht. Obwohl die Baurechtsbehörde nach der Landesbauordnung verpflichtet sei, innerhalb von zehn Arbeitstagen die eingereichten Unterlagen auf Vollständigkeit zu prüfen. Sollte dies nicht der Fall sein, habe sie den Antragsteller hierüber unverzüglich zu informieren.

Nachdem seine Mitarbeiter mehrfach bei der Baurechtsbehörde erfolglos nachhakten, habe er sich am 25. Februar an die Behörde gewandt, und um einen Termin gebeten, so Grempels. Schriftlich einigte man sich auf den 5. März, Faschingsdienstag, als Gesprächstermin.

Und dann kam Bewegung in die Sache. Am 1. März erhielt das Rathaus die Eingangsbestätigung ihres Antrags von der Baurechtsbehörde übermittelt, versehen mit dem Hinweis, dass eine Unterschrift und ein Entwässerungsantrag fehlten. Und der Anmerkung, die überbaubare Fläche sei um 40 Prozent überschritten und eine Umplanung erforderlich. „Nebenbei bemerkt, es sind nur 18,8 Prozent“, so Grempels, für den jedoch alle Unstimmigkeiten nach dem Gespräch am 5. März ausgeräumt waren. Zumal ihm zugesichert wurde, dass mit der in die Wege geleiteten Änderung des Bebauungsplans alles in trockenen Tüchern sei und es zu keiner zeitlichen Verzögerung komme.

„Am 6. März gingen alle noch erforderlichen Unterlagen nach Hockenheim“, so Grempels kopfschüttelnd, der Antrag hätte längst bearbeitet sein können. Dass die Baurechtsbehörde überlastet ist, macht der Bürgermeister an einer Fußnote deutlich: Der im Schreiben vom 27. Februar, der Eingangsbestätigung des Bauantrags, monierte fehlende Entwässerungsantrag wurde von einer anderen Abteilung der Baurechtsbehörde mit Schreiben vom 28. Februar genehmigt.

Grempels fordert die Beteiligten dazu auf, zu ihrer Verantwortung zu stehen. Nicht der Bebauungsplan sei Ursache der Verzögerung, sondern die Tatsache, dass die Eingangsprüfung durch die Baurechtsbehörde erst nach zwei Monaten erfolgte.

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