Altlußheim

Evangelische Kirchengemeinde Pfarrer Matthias Zaiss will ein Zeichen der Verbundenheit in der Gemeinde setzen

Der ganze Ort soll zu einem großen Chor werden

Archivartikel

Altlußheim.Dass Musik verbindet, weiß auch Pfarrer Matthias Zaiss und war angetan vom Versuch der evangelischen Kirche in Deutschland, das gemeinsame Singen nach italienischem Vorbild auch hier zu praktizieren. Er möchte dies nicht als eine einzelne Aktion sehen, sondern es in der Krise als ein Versuch der gemeinsamen Verbindung wöchentlich praktizieren.

Am Samstag, 21. März, wird Pfarrer Zaiss vom Kirchturm, verstärkt durch die Technik, das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ singen und bittet alle, die es in der Rheinhäuserstraße hören, mitzusingen oder auch in anderen Straßen. Dazu gilt es, die Fenster und Türen der eigenen Wohnung zu öffnen.

Zaiss will damit den Anstoß geben, dass künftig am Samstagabend, immer nach dem Glockenläuten um 19.05 Uhr ein Lied gemeinsam gesungen und gespielt wird. Dazu ruft er alle Musikerinnen und Musiker, die ein Instrument spielen, wie alle Sängerinnen und Sänger der Vereine auf, mitzuwirken. Ein Dorf, das im Klingen der Musik miteinander für wenige Minuten verbunden ist. Das wäre sein Traum, den er gerne verwirklichen würde.

Um die Organisation bis zum nächsten Samstag fertig zu haben, bittet er die Vorsitzenden der Musik - und Gesangsvereine sich bei ihm zu melden und Bereitschaft zu zeigen. Im gemeinsamen Gespräch per Telefon und per Mail soll daraus Wirklichkeit werden. Pfarrer Zaiss ist unter Telefon 06205/3 24 02 zu erreichen und unter der Mailadresse Matthias.Zaiss@kbz.ekiba.de.

Online-Gottesdienst geplant

Zeitgleich stellt Pfarrer Zaiss auch wöchentlich einen Mutmachbrief auf die Homepage. Für den Sonntag ist er momentan dabei, einen Online-Gottesdienst um 10 Uhr anzubieten. Das Konzept steht. Erste Versuche der Übertragung werden getätigt. Den konzipierten Gottesdienst kann jedermann auch auf der Homepage herunterladen.

Täglich läutet die Glocke der Kirche um 6, 12 und 19 Uhr und lädt zum persönlichen Gebet ein. Sonntags läuten die Glocken wie gewohnt von 9.50 bis 10 Uhr. Jedoch müssen ab sofort die Türen der Kirche verschlossen bleiben, was Pfarrer Zaiss bedauert, doch sei es unvermeidlich, die Ausbreitung des Virus müsse verlangsamt werden.

Zaiss wünscht sich, dass die Gottesdienstzeit zu Hause genutzt wird, um gemeinsam zu beten und zu singen. Entweder im Youtube Kanal einen Gottesdienst zu verfolgen oder im Fernsehen oder Radio. zg

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