Altlußheim

Markus-Schule Ekkehart Voigt spielt im Alleingang Wilhelm Tell / Publikum in Handlung einbezogen

Ein mutiger Volksheld zum Anfassen

Archivartikel

Altlußheim.Wie kann ein einziger Schauspieler ein Drama inszenieren, für das Friedrich Schiller beinahe 50 Personen vorgesehen hat? Wie kann ein Theaterstück vom Jahr 1804 im Jahr 2019 verständlich 130 Schülern zwischen zwölf und 15 Jahren präsentiert werden? Und selbst wenn, wird es den Schülern gefallen?

Das waren sicherlich drei Fragen, die nicht nur eine Pressemitteilung der Markus-Schule stellt, sondern mit denen vor allem die Deutschlehrer zusammen mit den Schülern der Klassen sieben bis neun ins Foyer der Markus-Schule gekommen waren. Tatsächlich konnten alle drei Fragen nach den eineinhalb Stunden Spielzeit positiv beantwortet werden, denn „Wilhelm Tell“ war weit mehr als ein Theaterstück, es war gleichzeitig eine Erklärung desselben, heißt es in der Pressemitteilung.

Verständliche Worte

Ekkehart Voigt schlüpfte mithilfe verschiedener Requisiten und Stimmen in die unterschiedlichsten Rollen und erklärte die Handlung und den Hintergrund dazu in verständlichen Worten und interaktiven Dialogen. Dabei bewegte er sich nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Zuschauerraum, bezog die Schüler mit in die Handlung ein und hatte immer wieder die Lacher der anwesenden Markus-Schüler auf seiner Seite.

Und das, obwohl Voigt im Verlauf des Stückes die Originalsprache verwendete. Und so waren alle Besucher erleichtert, dass es den Schweizern schlussendlich – mithilfe der tatkräftigen Unterstützung von Wilhelm Tell – gelang, sich von ihren tyrannischen Unterdrückern zu befreien, und stellten fest, dass Theater weit mehr Spaß machen kann als erwartet. zg

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