Altlußheim

Rathaus SPD-Landtagsabgeordneter Daniel Born bei Uwe Grempels

Einig in Kritik an Regierung

Archivartikel

Altlußheim.Uwe Grempels und Daniel Born kennen sich schon, seit sie als Gemeinderäte der benachbarten Kommunen Altlußheim und Oberhausen-Rheinhausen zusammengearbeitet haben. In der Reihe Borns regelmäßiger Rathausbesuchen im Wahlkreis trafen sich beide nun ganz offiziell als Bürgermeister und Landtagsabgeordneter. Und die Tagesordnung war vollgepackt: Bildung, Bauen, Salierbrücke. Die Runde komplettierten die Gemeinderäte Christa Rettig und Dieter Hoffstätter.

„Die frühkindliche Betreuung und Bildung ist für uns hier in Altlußheim ein zentrales Anliegen. Als familienfreundliche Gemeinde müssen wir die Bedarfe zeitnah decken und dementsprechend bestehende Angebote ausbauen und erweitern“, eröffnete Uwe Grempels die Themenpalette. Er stellte den neu entstehenden Kindergarten vor, der Platz für acht Gruppen bieten wird – eine Dimension, die für Kommunen dieser Größenordnung eine bedeutende Herausforderung darstelle.

„Altlußheim setzt hier ein ganz starkes Zeichen für frühkindliche Bildung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir streben an, dass das Land diesen Bereich insgesamt besser unterstützt. Aber leider verzettelt sich Grün-Schwarz in irgendwelchen Paktverhandlungen, anstatt Gelder bereitzustellen, die dringend gebraucht werden, um Qualität und Ausbau voranzutreiben“, sagte Born, der im Landtag SPD-Sprecher für frühkindliche Bildung und Grundschulen ist.

Land engagiert sich zu wenig

„Wenn man sich die Entwicklung der Kosten betrachtet, ist es kaum zu glauben, dass das Land sich nicht mehr engagiert,“ kritisierte Gemeinderat Dieter Hoffstätter. „Von den ungedeckten Betriebskosten zahlt das Land circa 530 000 Euro, die Gemeinde muss dagegen rund 1,5 Millionen Euro zahlen – die grün-schwarze Landesregierung lässt Altlußheim finanziell im Regen stehen.“ Born pflichtete bei: „Das Land muss 68 Prozent aller Betriebskosten übernehmen. Dies ist unsere Forderung. Die Deckelung auf 529 Millionen Euro schadet den Kommunen.“

Zusätzlich finanziell belastet wird der Haushalt Altlußheims in naher Zukunft durch den Ausbau der Schule aufgrund der bevorstehenden Dreizügigkeit. „Problematisch ist hierbei für uns unter anderem die Tatsache, dass das Land zwar den Ausbau der Ganztagesschule, nicht aber neue Gruppen in der Schulkindbetreuung finanziell unterstützt“, unterstrich Grempels.

Für 24-Stunden-Brückensanierung

Das große Thema des Gesprächs war die anstehende Sanierung der Salierbrücke. Die Sorgen der Bevölkerung ernstnehmen und die Belastungen so gering wie möglich halten – so waren von Anfang an die betroffenen Kommunen und Born an die Aufgabe herangegangen. Christa Rettig betonte, dass sie es gut fand, wie eng Gemeinden, Initiativen und auch Berufspolitiker für die Region zusammengearbeitet hätten.

Born stellte fest: „Einiges wurde bereits erreicht. Die Arbeit im Projektkreis, Gespräche mit Eltern, Anfragen an die Landesregierung und Kommunikation mit dem Regierungspräsidium haben zu ersten Verbesserungen geführt. So freuen sich die Eltern über die Lösung, die für den Schülerverkehr gefunden werden konnte. Aber für viele Arbeitnehmer und Gewerbetreibende ist die Verlängerung der Bauzeit eine massive Belastung. Darum muss ein 24-Stunden-Baubetrieb her, damit die Sanierung möglichst kurz dauert.“

Das kann Uwe Grempels nur unterstützen: „Die Belastung für alle Beteiligten niedrig zu halten, bleibt ein Schlüssel, und dazu gehört auch, die Baustelle möglichst zügig über die Bühne zu bekommen.“ zg

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