Altlußheim

Brand Wohnungsbrand in der Gaststätte „Zum Hirsch“ fordert ein Todesopfer / 20-jähriger Bewohner stirbt in Klinik / Brandursache noch ungeklärt

Feuerwehr trauert um Kameraden

Archivartikel

Altlußheim.Ein tragischer Wohnungsbrand erschüttert viele Menschen in Altlußheim. Die Feuerwehr wurde am Samstag um 17.20 Uhr zu einem Brand in der Rheinhäuser Straße gerufen. Dort stand eine Wohnung im ersten Obergeschoss des Gasthauses „Zum Hirsch“ in Flammen. In den betroffenen Wohnräumen wurde ein 20 Jahre alter Bewohner bewusstlos aufgefunden. Der junge Mann war schwerstverletzt, wurde bei der Menschenrettung aus der Wohnung gebracht und nach notfallmedizischer Versorgung vor Ort in einer Klinik eingeliefert. Dort verstarb er nach Angaben der Polizei kurze Zeit später. Der Bewohner – außer ihm befanden sich keine weiteren Personen im Gebäude – war ein Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr Altlußheim.

Gaststätte hatte geschlossen

Die Ursache für das Feuer in der Rheinhäuser Straße war nach Angaben von Polizei und Feuerwehr unklar. Das Kriminalkommissariat Mannheim hat die Ermittlungen übernommen.

Der Brand war im ersten Stock des älteren Gebäudes ausgebrochen, in dem sich auch die Gaststätte befindet. Diese hatte aber nach Angaben von Kreisbrandmeister Udo Dentz am Samstag geschlossen. Weitere Personen waren demnach nicht von dem Unglück unmittelbar betroffen.

Rund 120 000 Euro Schaden

„Wir waren mit zehn Fahrzeugen der Wehren Altlußheim, Neulußheim und Hockenheim im Einsatz, also mit insgesamt rund 50 Feuerwehrleuten“, brachte Dentz zum Ausdruck. Der Einsatz sei an sich „normal“ abgelaufen, das Feuer war schnell unter Kontrolle. „Unsere Trupps sind gleich rein und haben nach Personen gesucht“, so der Kreisbrandmeister. Dabei fanden sie schließlich den schwerstverletzten Bewohner – einen eigenen Kameraden. Die Feuerwehrangehörigen standen natürlich allesamt unter Schock. Sie wurden von Seelsorgern betreut.

Wie von der Polizei zu erfahren war, könnte in dem Haus Einsturzgefahr herrschen. Offenbar habe eine Mauer teilweise nachgegeben. „Die Brandermittler werden daher wohl erst frühestens am Sonntag ihre Arbeit aufnehmen können“, so der diensthabende Polizeiführer am Samstagabend. Den Schaden schätzten die Beamten auf rund 120 000 Euro. Die Feuerwehr war am späten Samstagabend noch mit letzten Löscharbeiten und der Brandwache beschäftigt. beju/hs/pol

Info: Weitere Bilder finden Sie unter www.schwetzinger-zeitung.de

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