Altlußheim

Gemeinderat Lagerplätze zum Mieten entstehen in Draisstraße

Flora-Fauna-Habitate neu ausgewiesen

Altlußheim.Der Gemeinderat befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit der erneuten Ausweisung der Flora-Fauna-Habitate (FFH-Gebiete) im nördlichen Teil von Altlußheim. Denn diese müssen nach einer Entscheidung der EU-Kommission förmlich und rechtsverbindlich festgelegt werden. Die neue Richtlinie hat zum Ziel, in den FFH-Gebieten wildlebende Arten, deren Lebensraum und die europaweite Vernetzung der Lebensräume zu sichern und zu schützen.

Mit der aktualisierten Gebietsausweisung wird hauptsächlich die Konkretisierung der FFH-Gebiete durch eine Umstellung des Maßstabs von 1:25 000 auf 1:5000 vorgenommen. Bei dem Vergleich der bisherigen mit den korrigierten Gebietsgrenzen fiel auf, dass im Bereich Bruchgewann die Grenze auf Teilflächen angrenzender Grundstücke ausgedehnt wurde. Der Gemeinderat stimmte der Stellungnahme der Verwaltung einstimmig zu, die FFH-Grenze an die Grundstücksgrenze anzupassen, was dennoch eine Erweiterung des Habitats bedeutet. Ferner soll im Bereich Liegemer – unterhalb der B 39 – das FFH-Gebiet am Feldweg entlang verlängert werden, „um so ein durchgehendes Areal zu schaffen“, wie Bürgermeister Uwe Grempels begründete.

Zukunftsweisendes Objekt

Dem Antrag zum Neubau einer Mietlageranlage in der Draisstraße 7 fand keine Gegenstimme und die Ausnahme der Veränderungssperre wurde erteilt. Der Bauantrag mit 14 geplanten Seecontainern mit vermietbaren Lagerplätzen entspreche dem „bisherigen Bebauungsplan wie auch den künftigen Planungsüberlegungen für diesen Bereich“, hieß es im Beschlussvorschlag.

Die Freien Wähler äußerten sich positiv, dass die Hoffläche wasserdurchlässig geschottert und somit der versiegelte Bereich gering gehalten werden soll. Dr. Holger Porath, Fraktionsvorsitzender der Grünen, sprach von einem „zukunftsweisenden Objekt“ und bat darum, in Zukunft dennoch nicht die Stockwerke der Container zu erhöhen.

Zum Lärmaktionsplan der Gemeinde Neulußheim brachten die Fraktionen keine Anregungen ein. Dieter Hoffstätter (SPD) lobte das Vorgehen der Nachbargemeinde, die „eine Vorreiterrolle eingenommen“ habe. Porath merkte an, dass er sich jedoch bei den Lärmangaben reelle Messung statt Hochrechnungen gewünscht hätte.

Am Ende der Sitzung erklärte Werner Köhler (Freie Wähler), dass es an der Kreuzung Fichtenweg/Blautannenstraße schon mehrfach zu Beinaheunfällen gekommen sei. In der nächsten Verkehrsplanung solle daher über die Möglichkeit einer Haltelinie gesprochen werden. Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Kay Schweikert, merkte an, dass es auch an der Ecke Kurpfalzstraße/Hauptstraße einen schwer einsehbaren Bereich gebe. Hier könnte, so sein Vorschlag, das Anbringen eines Spiegels Abhilfe schaffen. cao

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