Altlußheim

Gemeinderat Der ehemalige Bürgermeister-Stellvertreter ist bekannt und beliebt in der Region

Friedbert Blaschke feiert seinen 70. Geburtstag

Archivartikel

Altlußheim.Er ist bekannt und beliebt wie kein zweiter in der Gemeinde – Friedbert Blaschke, der am Samstag, 16. November, seinen 70. Geburtstag feiert. Bekannt schon allein deshalb, weil er seit 30 Jahren für die Freie Wähler Vereinigung dem Gemeinderat angehört und beliebt –von jemandem, der siebenmal hintereinander von den in den Rat gewählt wird, kann man dies wohl behaupten.

Auch beruflich war der selbstständige Schreinermeister vielen in der Region ein Begriff. 1973 übernahm Blaschke den 1934 gegründeten Betrieb des Großvaters, indem er das Handwerk auch lernte, nachdem er ein Jahr zuvor die Meisterschule in Kaiserslautern erfolgreich absolviert hatte. Gerade einmal 23 Jahre alt war er bei der Betriebsübernahme. Ende 2011 schloss der damals 62-jährige den Betrieb, der kurz zuvor sein 75-jähriges Bestehen feierte. Blaschke blickte damals auf 40 Berufsjahre zurück und verabschiedete sich in den wohlverdienten Ruhestand, der bei seinen Ehrenämter von vornherein nur ein unruhiger sein konnte.

Ehrennadeln als Ausszeichnung

So wie es sein Betrieb verstanden hatte, sich mit Zuverlässigkeit und Qualität einen großen Kundenstamm zu erarbeiten, so geht der Jubilar auch in seinen Ehrenämtern auf. Und dies sind, neben der Tätigkeit als Gemeinderat, nicht wenige. So gehörte er ab 1974 dem Vorstand der Schreinerinnung Schwetzingen an, in der er 30 Jahre ehrenamtlich wirkte.

Öffentlichkeitsarbeit und die Lehrlingsausbildung waren seine Schwerpunkte. Für dieses große Engagement wurde ihm 1997 die Ehrennadel des Landesinnungsverbandes Baden-Württemberg zusammen mit der silbernen Ehrennadel der Handwerkskammer Mannheim verliehen. Blaschke war zudem acht Jahre als Schöffe am Landgericht tätig, ist seit Anfang des Jahrzehnts ehreamtlicher Richter beim Arbeitsgericht in Mannheim. Für die Gemeinde gehörte er seit 1996 dem Gutachterausschuss an, dessen Vorsitz er 2000 übernahm.

Blaschke zählte 1989 zu den Gründungsmitgliedern der Freien Wähler, für die er auf Anhieb in den Rat einzog. In diesem hat er seit Jahren die Funktion des ersten Bürgermeister-Stellvertreters inne.

Spuren in der Kommunalpolitik

Und, merkt er im Gespräch mit unserer Zeitung an, dies zählt mit zu den herausragenden Ereignissen seiner kommunalpolitischen Tätigkeit.

Die Interimszeit zwischen Bürgermeister Hartmut Beck und seinem Nachfolger Uwe Grempels, in der er als amtierender Bürgermeister die Geschäfte führte, empand er nach eigenem Empfinden nicht als Belastung, sondern sieht sie heute als eine einmalige Erfahrung an.

Die Leitung der Ratssitzungen, der Vorsitze im Wahlausschuss samt der öffentlichen Kandidatenvorstellung in der Rheinfranken-Halle sowie der Neujahrsempfang und die Vereidigung von Bürgermeister Grempels – für ihn unbezahlbare Erfahrungen, die er nicht missen möchte.

Nun feiert er im Kreis seiner Familie den 70. Geburtstag, doch im Ehrenamt nachlassen möchte er noch lange nicht. Auf fünf Jahre frisch in den Rat gewählt richten sich seine Überlegungen auf diese Periode, die er zum Wohl seiner Heimatgemeinde gestalten will. Und dann? „Wird man sehen“, meint Friedbert Blaschke zum Abschied.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional