Altlußheim

Gemeindebücherei Mit den Kindern geht es an den Rhein

Goldrausch „Am Ententeich“

Archivartikel

Altlußheim.Für 20 Schulkinder im Alter von acht bis 13 Jahren und das Büchereiteam Kerstin Werle und Manuela Schwäger ging es mit dem Bus Richtung Rappenwörth bei Karlsruhe. Als dritte Begleitperson fuhr Birgit Laier mit. Die Gruppe war mit Michael Leopold und seinem 16-jährigen Sohn Linus verabredet. Sie wollten uns in die Kunst des Goldwaschens einweisen. Leopold ist Diplom-Geologe, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Goldwaschen und gibt Kurse für Kinder und Erwachsene. Er ist quasi erblich vorbelastet, da ein Urgroßonkel beim großen Goldrausch am Klondike in Amerika dabei war.

Am Ziel, in der Nähe des Strandbades Rappenwörth, ging es mit dem Bollerwagen, auf dem die ganze Ausrüstung verstaut war, ein Stück zu Fuß in den Auwald. Der Goldwaschplatz „Am Ententeich“ liegt idyllisch am Altrhein. Dort angekommen, erzählte Leopold etwas über die Geschichte des Goldwaschens am Rhein. Und er versprach, dass jedes Kind Gold finden werde.

Mit Eimern und Schaufeln ging es dann an die erste praktische Übung, Sand aus einer Grube „zu schürfen“. Schon hier hatten die Kinder viel Spaß. Leopold erklärte den Kindern die einzelnen Schritte, wie der schwere Goldsand mittels der spanischen Waschbank und der Waschpfanne mit Rillen von dem viel leichteren Beimaterial getrennt wird.

Am Ende bleibt der feinste Sand mit winzigen Goldpartikeln übrig. Wenn schwarzer Sand übrig bleibt, ist das der sogenannte Schwermineralsand, von dem in früheren Jahren Goldwäscher gelebt haben, da dieser Sand als Löschsand in den Schreibstuben verwendet wurde.

Nach kurzer Zeit waren alle über ihre Waschrinnen und Pfannen gebeugt. Nach gut drei Stunden hatte jedes Kind ein kleines Röhrchen mit selbstgewaschenem Goldsand in der Hand und alle machten sich müde auf den Heimweg. zg

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