Altlußheim

Gemeinderat tagt Friedhof soll mit zwei Gedenksteinen aufgewertet werden

Grabfeld für Stillgeborene

Archivartikel

Altlußheim.Es mag ein Zufall sein, dass die beiden Punkte gerade in der November-Sitzung des Gemeinderates auf der Tagesordnung stehen, befassen sich doch beide mit dem Friedhof. Doch insbesondere der CDU wird dies egal sein – Hauptsache einem seit langem von ihr vorgetragenen Wunsch wird endlich Rechnung getragen: Auf dem Friedhof soll eine Gedenkstätte für Stillgeborene eingerichtet werden. Daneben, der zweite Punkt, soll ein Gedenkstein für anonym bestattete Menschen aufgestellt werden.

Wegen der Gestaltung einer Gedenkstätte für Stillgeborene auf dem Friedhofsgelände hat die Verwaltung Kontakt zu einem Bildhauer aufgenommen und kann dem Rat am Dienstag nun drei Entwürfe zur Abstimmung vorlegen. Geplant ist eine Stele mit einer Höhe von rund 140 Zentimeter. Vorgesehen ist ferner eine gemauerte Sitzbank, die Kosten werden mit rund 12 000 Euro veranschlagt.

Am Grabfeld für anonyme Bestattung am südlichen Rand des Friedhofs möchte die Verwaltung einen Gedenkstein errichten, das, namenlos ausgeführt, den Bereich aufwerten soll. Auch hier liegt dem Rat ein Entwurf eines Bildhauers vor, nun soll er entscheiden, ob er sich dem Vorschlag anschließen kann.

Konferenzsystem für Sitzungen

Nicht immer ist jedes gesprochene Wort im Sitzungssaal verständlich, die Akustik ausreichend. Um für eine barrierefreie Sitzung sorgen zu können, ist ein Konferenzsystem notwendig, das an die bestehende Beschallungsanlage angeschlossen werden kann.

Dem Rat liegen zwei Vorschläge vor, unter denen er die Wahl hat. Beide Systeme sind mobil, können auch an anderen Sitzungsorten, beispielsweise in der Mehrzweckhalle, angeschlossen werden. Hingegen bietet nur ein System die Möglichkeit, die Sitzungen aufzuzeichnen und den Konferenzraum grafisch darzustellen, so dass die einzelnen Wortmeldungen sowohl Personen zugeordnet als auch in der Reihenfolge sortiert werden können.

Neufassen soll der Rat die Plakatierungsrichtlinien der Gemeinde. Ziel der Vorlage ist es, das Erscheinungsbild der Gemeinde zu verbessern, die Plakatflut einzudämmen. Eingedämmt werden soll auch das schnelle Fahren im Bereich der Tulla-, Friedrich-, Schiller- und Blautannenstraße. Der Rat wird am Dienstag diskutieren, ob hierzu bauliche Maßnahmen, Blumenkübel oder „Berliner Kissen“ ausreichend sind oder ob zusätzliche Geschwindigkeitskontrollen im Gemeindegebiet notwendig sind.

Befassen wird sich der Rat mit einem Antrag der SPD-Fraktion, die sich für die Einführung eines Bürgerfahrdienstes starkmacht. Ein solcher Dienst macht jedoch nur Sinn, wenn genügend Bürger mitmachen, bereit sind, ein entsprechendes Fahrzeug zu steuern, die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen. Hierfür Werbung zu machen, haben die Sozialdemokraten eine Informationsveranstaltung der Gemeinde beantragt.

Weiter in der Tagesordnung geht es mit Bauangelegenheiten. Die Firma Jacobi Eloxal will die baulichen Voraussetzungen für einen dritte Schicht schaffen, die im Bedarfsfall einspringen soll. Hierzu will sie ein Vordach erweitern, damit der Beladebereich gegen austretenden Geräusche gedämmt wird.

Betrieb weicht Wohnraum

Auf dem Gelände der Firma Zechel-Pappteller soll Wohnraum entstehen. Ein Bauantrag sieht die Errichtung von sechs Doppelhäusern und zwei Reihenhäusern vor. Für die insgesamt 18 Wohneinheiten sollen gleich viel Garagen errichtet werden.

Veränderungen auch bei der Firma Metalux – sie muss ihr komplettes Bürogebäude sanieren, um brandschutzrechtliche Auflagen zu erfüllen. Hierfür hat sie beantragt, auf dem Gelände des Sportplatzes, so dass dessen Betrieb nicht gestört wird, für die Dauer von zwei Jahren ein Containerdorf samt Parkplätzen errichten zu dürfen.

Befassen wird sich der Rat noch mit einer Bauvoranfrage zum Bau eines Einfamilienhauses in der zweiten Reihe in der Mühlstraße, bevor er sich Bebauungsplanverfahren der Nachbarkommune Hockenheim zuwendet. So soll der Rat zum Bebauungsplanverfahren „Talhaus-Waldgewann“ und zum Bebauungsplanverfahren „Hockenheim Süd“ gehört werden. In beiden Fällen sieht die Verwaltung die Belange der Gemeinde nicht berührt.

Bekanntgaben, Mitteilungen und Anfragen runden den öffentlichen Teil der Sitzung ab.

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