Altlußheim

Umweltverschmutzung Das Ehepaar Seiler rettet ein Jungtier aus misslicher Lage

Igel beinahe Plastikmüll zum Opfer gefallen

Archivartikel

Altlußheim.Nicht nur die Weltmeere sind durch den Plastikmüll bedroht, auch die heimische Fauna und Flora leidet unter den Rückständen der Zivilisation. Unser Leser Christoph Seiler, die erschreckenden Bilder über den Zustand der Meere von einem Dokumentarfilm noch im Hinterkopf, musste die Erfahrung machen, dass der Plastikmüll vorm heimischen Garten nicht haltmacht.

„Auch auf dem Land kann unachtsam entsorgter Plastikmüll schlimme Folgen haben“, schildert er einen Vorfall in heimischen Gefilden: „Da eine Igelmutter ihren Unterschlupf für den Nachwuchs mit Nylonschnur auspolstert hatte, verfing sich ein Jungtier darin derart, dass es sich nicht mehr bewegen konnte. Durch sein flehendes Fiepsen wurden wir auf den Igelbau im Nachbargarten aufmerksam und befreiten das Tier von dem Plastikmüll. So schnell können ein paar Gramm Müll zur tödlichen Falle werden.“

Eine erschreckende Geschichte, die jeden Leser dazu ermahnen soll, mit seinem Müll sorgsam umzugehen, die dennoch ein Happy End hat, wie uns Christoph Seiler auf Nachfrage schilderte: „Der geschwächte Igel wurde natürlich, nachdem meine Frau ihn vorsichtig von dem Plastiksalat befreit hatte, zunächst mit Spezialfutter gestärkt und dann wieder in die Obhut seiner Igelfamilie entlassen. Eine Rettung mit Erfolg, schon mehrmals, schildert Seiler, habe er den Igel bei seinen abendlichen Streifzügen durch den Garten beobachten können. aw

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