Altlußheim

Vogelbeobachtungen Fotograf Wolfgang Schwindtner verfolgt unermüdliche Fütterung mit Kamera / Stunde der Gartenvögel beginnt

Junge Kohlmeisen halten Eltern in Atem

Archivartikel

Altlußheim.Bei Familie Kohlmeise im Garten von Wolfgang Schwindtner herrscht seit Wochen Hochbetrieb. In dem Nest, das der Altlußheimer, der seit vielen Jahren für unsere Zeitung fotografiert, vor einigen Jahren neben einem Insektenhotel aufgehängt hat, hält ein offenbar sehr hungriger Nachwuchs die Eltern in Atem.

„Sie fliegen fast im Minutentakt mit Nahrung ein“, berichtet Schwindtner, der es als Ruheständler genießt, das Treiben zu beobachten. Drei bis vier Junge dürften es sein, schätzt er – nachsehen ist natürlich verboten, um die Vögel nicht zu erschrecken. Die Spannung bei Familie Schwindtner ist groß, weil in den vergangenen beiden Jahren die Brut jeweils traurig endete: „Irgendwann stellten die Altvögel plötzlich die Fütterung ein, die sie in den Wochen zuvor so aufopferungsvoll erledigt hatten. Als ich das Nest öffnete, lagen im ersten Jahr acht tote Junge darin, im zweiten zwei – sie müssen erfroren sein.“

Dieses Jahr scheint das Klima meisenfreundlicher zu sein – die Schwindtners drücken die Daumen. Schließlich geht auch die Zahl der Meisen nach Beobachtungen von Naturschutzverbänden zurück.

Mit seinen Beobachtungen kann Schwindtner die Aktion Stunde der Gartenvögel unterstützen, die von Freitag bis Sonntag, 8. bis 10. Mai, schon zum 16. Mal stattfindet. Dabei ruft der Naturschutzbund dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden (wir berichteten)

Meisen bislang am häufigsten

Welche Vogelart fühlt sich weiterhin in den Gärten wohl? Die letzten Zählungen führte bisher die Amsel an, die wohl häufigste Drosselart, und der am häufigsten beobachtete Vogel. Auch der Haussperling, besser bekannt als Spatz, kam unter die Top fünf. Bislang standen Kohl- und Blaumeise ganz oben – doch ob das so bleibt, ist fraglich.

Und so funktioniert’s: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden kann. Die Beobachtungen können online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Telefon – kostenlose Rufnummer am 9. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800/115 71 15. Meldeschluss ist der 18. Mai. mm/zg

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