Altlußheim

Gemeinderat Lärmaktionsplan und Klimaschutzkonzept sollen auf den Weg gebracht werden

Kindergarten nimmt Gestalt an

Archivartikel

Altlußheim.Auch in Zeiten der Corona-Pandemie müssen die Kommunen handlungsfähig bleiben, weshalb für Dienstag, 24. März, 19.30 Uhr, eine Sitzung des Gemeinderates im Bürgersaal des Bürgerhauses geplant ist. Wobei Bürgermeister Uwe Grempels sowohl auf einen zügigen Sitzungsverlauf wie auch auf aktuelle Entwicklungen bis zum Dienstag achten wird.

Auf den Weg bringen soll der Gemeinderat den Lärmaktionsplan, wie ihn die Europäische Union fordert. Der Plan dient dem Schutz der Gesundheit der Einwohner und soll deren Lebensqualität steigern. Im Vorfeld wurde eine Lärmanalyse durchgeführt und vom Rat in nichtöffentlicher Sitzung beraten. Aus den Messungen ergab sich die Notwendigkeit zur Aufstellung eines solchen Plans. Der Gemeinderat soll nun über die erforderlichen Schritte samt Bürgerbeteiligung und Offenlegung beschließen.

Vom Gemeinderat war die Verwaltung aufgefordert worden, Fördermittel für die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts zu beantragen. Was mit dem Ergebnis der Bewilligung geschah, der Gemeinde wurde eine Förderung von 65 Prozent der Kosten, maximal jedoch 21 500 Euro gewährt. Voraussetzung ist, dass ein Büro mit der Erstellung eines Konzepts beauftragt wird, worüber der Rat am Dienstag entscheiden wird.

Neu beschließen soll der Rat die allgemeinen Landpachtbedingungen. Dies ist erforderlich, da ein Antrag der Fraktion der Grünen vorliegt, auf gemeindeeigenen Flächen auf den Einsatz von Glyphosat und Folien zu verzichten.

Photovoltaikanlage geplant

Für den Neubau des katholischen Kindergartens St. Raphael, der neben der Rheinfranken-Halle entsteht, hat der Rat zwei Entscheidungen zu treffen. Zum einen muss er für die Einrichtung, die nach ihrer Fertigstellung zu einer der größten im Rhein-Neckar-Kreis zählen wird, einem neuen Betriebs- und Fördervertrag zustimmen, der mit der katholischen Kirchengemeinde, die den Kindergarten betreibt, geschlossen werden soll. Zum anderen geht es um die Ausschreibung der Außenanlagen für den Neubau. Für die Maßnahme sind Kosten von rund 300 000 Euro eingeplant.

Dem Rat wird ferner vorgeschlagen, auf dem Dach der Rheinfranken-Halle und des benachbarten neuen Kindergartens eine Photovoltaikanlage zu errichten. Hierfür ist ein Kostenrahmen von 100 000 Euro gesetzt, sollten erste Planungen zeigen, dass dieser eingehalten werden kann, soll die Verwaltung die Maßnahme ausschreiben dürfen.

Beschließen soll der Rat ferner über einen Antrag der Fraktion der Grünen auf Errichtung eines Mängelmelders und über verschiedene Bauanfragen, die der Rat entscheiden muss, da die Gemeindeordnung keinen beschließenden Ausschuss vorsieht. Dabei geht es unter anderem um die baulichen Voraussetzungen zur Schaffung eines Drei-Schicht-Betriebs einer Firma in der Gersdorfer Straße, um den Bauantrag zur Erweiterung eines Einfamilienhauses in der Schillerstraße und um eine Bauvoranfrage zur Errichtung eines Wohnhauses im rückwärtigen Grundstücksbereich der Hauptstraße. Ein nicht unumstrittenes Vorhaben, das schon vor vier Jahren einmal auf der Tagesordnung stand und nun dem Rat in modifizierter Form vorliegt.

Vorgesehen ist, die Sitzung planmäßig mit der Bekanntgabe in nichtöffentlicher Sitzung gefasster Beschlüsse, Bekanntgaben des Bürgermeisters und Anfragen aus den Reihen des Gemeinderates zu beenden. aw

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