Altlußheim

Gemeinderat Bebauungsplan für Innenentwicklung beschlossen

Lebensqualität im Quartier erhalten

Altlussheim.Mit der Innenentwicklung im Quartier zwischen Haupt-und Waldhornstraße befasste sich der Gemeinderat. Er stimmte nach eingehender Diskussion den vorbereitenden Arbeiten für einen Bebauungsplan und einem Auftrag an das Büro für Architektur und Stadtplanung Sternemann+Glup zu.

Ins Rollen gebracht haben das Thema Hauseigentümer, die Interesse an einer Bebauung in zweiter Reihe äußerten. Bürgermeister Uwe Grempels verwies auf Gespräche mit Anliegern, bei denen sowohl über die Bau- und Nutzungswünsche als auch über die grundsätzlichen städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten zur Aktivierung weiteren Baulandes gesprochen worden sei.

Wunsch nach Freifläche überwiegt

Dabei seien oft gegensätzliche Vorstellung über die Nutzung der Grundstücke genannt worden. Auf der einen Seite stünde die weitergehende bauliche Nutzung der vorhandenen Freifläche im Vordergrund, auf der anderen Seite werde von Anwohnern der Freizeit- und Erholungsnutzen als Garten- oder Freifläche stärker gewichtet. Generell gilt laut Grempels: Ziel des Bebauungsplans muss es sein, die Innenentwicklung geordnet zu förden und gleichzeitig die vorhandene Wohn- und Lebensqualität im Quartier zu erhalten. Weiterhin gibt der Bebauungsplan durch seine Festlegungen für die Anwohner einen langfristigen Rahmen vor und damit Planungssicherheit.

Von drei vorgestellten Varianten wurde diejenige favorisiert, die eine maßvolle Verdichtung in der vorderen Grundstückshälfte vorsieht. Der hintere Teil bliebe dann frei von Wohnbauten.

Planungs- und Rechtssicherheit waren denn auch zwei Aspekte, die den Fraktionen besonders am Herzen lagen. Für Dieter Hoffstätter (SPD) erweitere der Bebauungsplanentwurf die Möglichkeit von Anbauten an die Wohnhäuser und damit die Schaffung von mehr Wohnraum. Er garantiere aber auch den mehrheitlich gewünschten Erholungswert durch die Erhaltung der zusammenhängenden Garten- und Freiflächen. Klaus Oettinger (Freie Wähler) sprach vom bestmöglichen Kompromiss. Bauinteresse sei da und die Vorhaben sollten schließlich mehrere Generationen tragen.

Ines Schweickert (CDU) sprach von einer dezenten Verdichtung. Mögliche „Schlauchräume“ seien jedoch nicht wünschenswert. Es gelte, sinnvolle, wohnraumschaffende Anbauten zu ermöglichen. Den inneren Bereich als Grünfläche, unter anderem für die Freizeit, zu nutzen, sei okay. Claudia Kohpeiß (Grüne) stand der innerörtlichen Bebauung positiv gegenüber. Nach Meinung ihres Fraktionskollegen Dr. Holger O. Porath könne diese Quartierentwicklung Vorbild für andere Projekte sein. Man müsse das Quartier als Chance sehen. Die bevorzugte Variante biete die größtmögliche „grüne Lunge“.

Für Kay Schweikert (CDU) ist Rechtssicherheit wichtig. Ein Bebauungsplan würde einen klaren Rahmen schaffen.

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