Altlußheim

Evangelische Kirche Flächendeckendes Baugerüst für sicheres Arbeiten im Deckenbereich / Dimmbare Lampen für ein stimmiges Licht / Sanitäre Anlagen erneuert

Löcher geben „Durchblick“ im Gotteshaus

Altlußheim.Die Bauarbeiten in der evangelischen Kirche schreiten voran. „Ach du liebe Zeit“ möchte man ausrufen, wenn man das Gotteshaus aktuell betritt. Ein flächendeckendes Baugerüst zieht sich durch das Kirchenschiff. Damit kann im gesamten Deckenbereich sicher gearbeitet werden. Es müssen Risse verspachtelt werden und letztendlich stehen die Malerarbeiten an. Oben kann aber erst gemalert werden, wenn im unteren Bereich all die Löcher im Boden und den Wänden wieder geschlossen wurden.

Derzeit ist die Firma für Tontechnik am Arbeiten. Es werden Schlitze geklopft und Kabel gezogen. Das Ton- und Lichtkonzept wird in einigen Einzelheiten noch mit dem Oberkirchenrat besprochen. Pfarrer Matthias Zaiss weiß ganz genau, was er in „seiner“ Kirche haben möchte. Es wird im vorderen Bereich zwei Zentrallautsprecher geben, die auch für Musikwiedergaben dienen. Außerdem wird eine Schwerhörigenschleife gebaut, sodass Hörgeräte genau darauf eingestellt werden können, was es für die Träger eben dieser sehr viel angenehmer machen wird. Außerdem gehören Headsets zur Planung, so müssen Redner nicht ständig von Mikrofon zu Mikrofon eilen oder diese umstellen. Auch das Lichtkonzept wird viel angenehmer werden, da alle Lampen und LEDs dimmbar sein sollen, sodass je nach Veranstaltung passendes, stimmiges Licht eingestellt werden kann.

Altar und Sandstein abgetragen

Im Altarraum wurde der Altar samt den Sandsteinstufen abgetragen. Dort klafft derzeit nur ein großes Loch und man kann quasi von der Sakristei bis gegenüber durch die Wände schauen. Es werden dort Wasser- und Elektroleitungen gezogen. In der Sakristei soll es künftig auch ein Handwaschbecken geben und die sanitären Anlagen werden komplett erneuert. Eigentlich wird an vielen Stellen gleichzeitig gearbeitet, damit ein Aufschub der Bauarbeiten, weil gerade in einer Ecke noch eine Leitung fehlt, verhindert werden kann.

Architekt Volkmar Blaschke hat einen Zeitplan für die Gewerke erstellt und die Handwerker sind bemüht, diesen einzuhalten. Der Buntsandstein konnte gut angepasst werden, sodass nach Verlegung der Fußbodenheizung eine einheitliche Bodenansicht gewährleistet ist. Die Bänke, die bei der Firma WAM untergestellt werden konnten, werden auch dort abgebeizt und neu aufgearbeitet. Das Holz an den Säulen und den Balkonen wurde schon so behandelt und unter all den Wachsschichten kam eine feine Holzstruktur zum Vorschein. Alles ist gerade mit einem feinen Staubfilm überzogen, was nicht zu vermeiden ist, wenn ordentlich gehämmert und Schlitze geklopft werden.

Maler kommen in einigen Wochen

Auch im Boden sind tiefe Löcher, wo man bis zum Heizungsraum im Keller jetzt gerade einen richtigen „Durchblick“ hat. Vor den Handwerkern liegen noch einige Wochen harte Arbeit, bis die Maler endlich zu Pinsel und Farbrolle greifen können. Pfarrer Matthias Zaiss eilt zwischen seinem Tagesgeschäft, Besprechungen, Youtube-Gottesdiensten und Baustelle hin und her und ist sich ganz sicher: Alles wird gut!

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