Altlußheim

Gemeinderat tagt Firma Krieger auf der Tagesordnung

Löschen von Kies zeitlich befristen

Archivartikel

Altlußheim.Wenn der Gemeinderat am Dienstag, 8. Mai, 19.30 Uhr, zu seiner Sitzung im Bürgersaal des Bürgerhauses zusammenkommt, wird das Thema „Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis der Firma Krieger“ erneut auf der Tagesordnung stehen.

Der Rat ist vom Regierungspräsidium aufgeordert, der Erlaubnis zuzustimmen, da das Werk auf Oberhausen-Rheinhausener Gemarkung liegt, Altlußheim Nachbargemeinde ist. Seit 1963 besteht das Kieswerk, seit 1967 die Hafenanlage, die als Lade- und Löschplatz sowie als Baustoffhandel genutzt wird. Nun soll die Nutzung erneut um 20 Jahre verlängert werden, wogegen sich die Gemeinde wehrt, da sie vom Lkw-Verkehr stark betroffen ist.

Die per Schiff angelieferten Rohstoffe – sie machen 90 Prozent des Volumens aus – werden in der Region verteilt, war von der Firma zu hören. Seit 2000 habe sich das Volumen von 500 Tonnen jährlich auf 300 Tonnen im Jahr verringert. Dennoch ist die Zahl der Lkw-Bewegungen für Altlußheim beträchtlich.

Kompromiss vorgeschlagen

Nun jedoch, so die Verwaltung, bestehe die Gefahr, dass der Rohstoff, wenn die wasserrechtliche Genehmigung versagt wird, mit dem Lkw angeliefert wird, was zu einer deutlich höheren Lkw-Belastung führt. Als Kompromiss wird deshalb vorgeschlagen, der Verlängerung zustimmen, sie jedoch auf zehn Jahre zu befristen.

Daneben hat sich der Rat mit einer umfangreichen Tagesordnung zu befassen, die quer durch den Ort führt. Los geht es mit der Schülerbetreuung „Die Tintenkleckser“, die um eine Teilzeitstelle erweitert werden soll. Beim Kinderspielkreis „Raupe Altlußheim“ hat die Arbeiterwohlfahrt um eine Erhöhung des jährlichen Zuschusses gebeten und für den Neubau des katholischen Kindergartens bei der Rheinfrankenhalle soll die Größe festgelegt werden.

Platz für Kindergartengruppen

Weitere Punkteauf der Tagesordnung sind die Vorschlagsliste für die Schöffenwahl und die Schaffung einer mobilen Lösung für die übergangsweise Unterbringung von zwei Kindergartengruppen (U 3 und Ü 3). Hier ist ein Standort beim „Sonnenschein“ in der Planung und die Kosten werden auf rund 213 000 Euro geschätzt. Beraten werden soll über die Außenanlagen der Mehrzweckhalle und geändert werden soll der Bebauungsplan „Alte Gärtnerei“, bei dem auf eine Durchgangsstraße verzichtet wird.

Weitere geht es mit der Innenentwicklung im Quartier Haupt- Kurpfalz-, Waldhorn- und Ziegelstraße sowie dem Lärmaktionsplan der Gemeinde Neulußheim. Ein Antrag zum Bau einer Mietlageranlage in der Draisstraße und die Anhörung zum Erlass über die FFH-Gebiete runden den öffentlichen Teil der Sitzung ab, zu dem die Bevölkerung eingeladen ist. aw

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