Altlußheim

Ökumenische Kinderkirche Einrichtung feiert ihr 20-jähriges Bestehen / Kinder mit pädagogischem Konzept betreut und umsorgt / In der Gemeinde engagiert

Nachwuchs für religiöse Fragen sensibilisieren

Altlußheim.Gelebte Ökumene muss schon im Kleinen beginnen, dachten sich im Jahr 1999 Claudia Kopheiß, Susanne Korn und Charlotte Jung-Cron und gründeten kurzerhand die „Ökumenische Kinderkirche“ in Altlußheim. Dass ihre Idee von Erfolg gekrönt war, wurde nun mit einem Fest anlässlich des 20-jährigen Bestehens in der Grillhütte gefeiert.

Dabei stand kein großer Festakt im Vordergrund, sondern der Spaß und die Gemeinschaft der Kinder und teils auch deren Eltern. Insgesamt konnte Charlotte Jung-Cron 60 Personen begrüßen, die einen schönen Abend erlebten. Trotz Hitze schlüpften die Kinder in die braunen Säcke, um sich gegenseitig beim Sackhüpfen zu überholen, zielten beim Dosenwerfen, zeigten Geschick bei „Vier gewinnt“ und freuten sich, als das große Schwungtuch zum Einsatz kam, das kühle Luft über ihre Köpfe ziehen ließ. Zum Höhepunkt wurde dann gemeinsam Stockbrot gegrillt.

Stunde mit rotem Faden

Charlotte Jung-Cron nutze den Abend, um an die Anfänge der ökumenischen Kinderkirche zu erinnern. Es sollte keine Bastelstunde oder einfach nur ein Freizeitangebot sein, das den Kindern geboten wird, sondern eine Stunde mit einem roten Faden, und so wurde eine religionspädagogische Konzeption erstellt, aus der die Kinderkirche entstand. Schnell wuchs die Gruppe an, die 2009 ihr zehnjähriges Bestehen feierte. Das Ziel, Kinder für die religiösen Fragen zu sensibilisieren und ihnen Raum zu geben, um gemeinsam nach Antworten zu suchen, war mehr als erreicht und wurde bis heute nicht aus den Augen verloren.

Nach wie vor werden biblische Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament gelesen und versucht, Zusammenhänge zur heutigen Zeit zu schaffen und so den Glauben begreifbarer zu machen.

Eine längst etablierte Tradition ist die Sternsingeraktion, auf die die Kinder jedes Jahr mit vielen Informationen vorbereitet werden. Mit großer Freude laufen sie dann durch Altlußheims Straßen, um den Menschen den Segen zu bringen.

Bei der Feier in der Grillhütte wurde Elisa Brast für zehn Jahre treues Mitwirken bei den Sternsingern geehrt. 2008 war Elisa als kleines Mädchen das erste Mal mit dabei. „Es war ein kalter Winter und Elisa reichte der Schnee bis zu den Knien. Das schreckte sie jedoch nicht ab, sie lief Jahr für Jahr weiter mit und wird nun im Team die Aktion Sternsinger weiter leiten“, sagte Charlotte Jung-Cron voller Stolz bei der Feier.

Bei den Sternsingern aktiv

Auch File Krasniqi konnte sie für zehn Jahre Aktivität bei den Sternsingern ehren. Sie kochte und begleitet die Gruppe ebenfalls und zieht nun in die Schweiz, wo sie ihre Sternsingerarbeit fortsetzen wird. Die Geehrten erhielten einen großen Applaus und freuten sich, dass bei ihrem Fest auch der evangelische Diakon Jascha Richter und der Dekanatsjugendseelsorger der katholischen Kirche, Tobias Streit, anwesend war. Da Streit die Seelsorgeeinheit verlassen muss, haben die Kinder für ihn extra ein Lied einstudiert und ihm eine Stola überreicht, auf der sie ihre Handabdrücke hinterlassen haben.

Dass sie ihm damit eine große und besondere Freude machten, war Tobias Streit deutlich anzusehen und er dankte herzlich für das Geschenk und die schöne Zeit.

Lange feierte er an diesem Abend noch mit und sang zum Abschluss mit den Anwesenden dann das Lied „Möge die Straße uns zusammen führen“.

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