Altlußheim

Evangelische Kirchengemeinde Zahlreiche Gottesdienste begleiten die Gemeinde vom Karfreitag bis zum Ostermontag / Freude in die Welt tragen

Osterpredigt erinnert an das Licht der Welt

Archivartikel

Altlußheim.Mit der Auferstehungsfeier auf dem Friedhof begann die evangelische Kirchengemeinde den Ostermorgen. Am Osterfeuer entzündete Pfarrer Matthias Zaiss die Osterkerze, an deren Licht alle Mitfeiernden ihre Kerze entzünden konnten. Nach dem Läuten der Glocke stimmte der Posaunenchor unter der Leitung von Michael Rauchholz den Osterchoral „Christ ist erstanden“ an.

Nach der Lesung des Osterevangeliums ging Pfarrer Matthias Zaiss in seiner Predigt auf das Symbol der Osterkerze wie auf das Bild „Auferstehung“ von Matthias Grünewald ein. Er sagte: „Selbst wenn ich wie in einem dunklen Loch sitze, spüre ich, die Osterkerze vor Augen, dass selbst im Tod Christus das Licht ist, das mir entgegen leuchtet. Jeder von uns weiß, die Dunkelheit im Leben kann schnell hereinbrechen und groß sein. Wir haben nichts dagegenzusetzen als eine winzige Hoffnung, die uns auch in der Dunkelheit leuchtet. Auch wir haben heute Morgen nichts in Händen als ein kleines Licht, das uns an Jesus Christus, das Licht der Welt, erinnert.“

Vom Leben singen

Am Ende fasste er zusammen: „Auch die Frauen am Grab bekommen die Order, wieder vom Grab wegzugehen, hinein in ihr Leben, das anders sein wird. Mit dem Bild des leeren Grabens vor Augen und der Osterbotschaft im Rücken – er lebt – gehen auch wir verändert in diesen Tag. Singen die Lieder mit, die vom Leben singen, und reden von der Zukunft, die uns gegeben ist.“ Nach den Fürbitten und dem Segen konnten alle noch den Klängen des Posaunenchors lauschen und Osterkerzen auf die Gräber stellen.

Im Gottesdienst für Alt und Jung, den Pfarrer Zaiss zusammen mit dem Gemeindediakon Jascha Richter feierte, der sich um 10 Uhr in der Kirche anschloss, wurde das Abendmahl und eine Taufe gefeiert. Der Kirchenchor wirkte ebenso musikalisch mit, wie Georg Oberst an der Orgel.

Im Gespräch mit der Sprechpuppe Ronja ging Zaiss auf das Symbol des Ostereis ein, und es war ein Vogelgezwitscher zu hören, das aus dem Ei kam. „Darum feiern wir das fest des Lebens“, erklärte Zaiss Ronja. Auch hier ging er auf die Reaktion der Frauen am Ostermorgen ein und sagte: „Die Auferstehung wirbelt unsere Erfahrungswelt ebenso durcheinander wie die Geburt eines Kindes. Und sie darf ebenso laut, ausgelassen, euphorisch und verzückt in die Welt gerufen werden. Darum gehen heute viele hinaus und protestieren gegen Waffenlieferungen. Oder sie protestieren, wie die Schüler in Washington für schärfere Waffengesetze, weil wir dem Leben dienen und nicht dem Tod.“ Nach dem fröhlichen Gottesdienst bekamen zur Erinnerung an die Predigt alle ein Osterei geschenkt.

Singgottesdienst zum Ausklang

Am Ostermontag klangen die Feiertage mit einem Singgottesdienst, in dem Texte von Ostern gelesen und Lieder vom Klavier begleitet gesungen wurden. Auch hier fand eine Taufe statt. sz

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