Altlußheim

Albert-Schweitzer-Schule Schüler lernen sicheres Busfahren / Bei weiterführenden Schulen auf ÖPNV angewiesen

Regeln dienen der Sicherheit

Altlussheim.Die Viertklässler der Albert-Schweitzer-Schule unternahmen einen Ausflug zum Festplatz am Rhein. Aber nicht, um den bekannten Fluss zu bestaunen, auf dem Parkplatz wartete schon ein Linienbus der Verkehrsbetriebe auf sie. Ekkehart Spindler vom Kundencenter des Bus-Verkehr-Rhein-Neckar in Heidelberg war gekommen, um den Schülern genau zu erklären, worauf sie beim Busfahren achten müssen. Schließlich gehen die Kinder nach den Sommerferien auf weiterführende Schulen und sind dann auf Bus und Bahn angewiesen.

Rektorin Anja Ott war diese Veranstaltung für ihre vierten Klassen sehr wichtig. „Wir übernehmen hier eine Verantwortung und ich lege großen Wert auf diese Schulung, damit den Schülern ein sicherer Schulweg bereitet werden kann“, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung.

Nicht drängeln oder schubsen

Ekkehart Spindler gewann mit seiner humorvollen und geduldigen Art sofort die Aufmerksamkeit von Schülern und Lehrern. Zuerst wurde das Verhalten an der Bushaltestelle geübt, also nicht drängeln und schubsen, da könnten richtig böse Unfälle passieren. Aber es gab auch Erklärungen zur Haltestellenbeschilderung und den Abstand des Busses zur Bordsteinkante. Spindler erklärte den „toten Winkel“ und warum die Türen einen Einklemmschutz haben.

Dann ging es – ohne Drängeln – in den Bus und die Kinder suchten sich einen Platz. Nun ging es um die Orientierung im Bus. Ordentlich hinsetzen, was ist bei Stehplätzen zu beachten und wozu sind die roten Knöpfe an den Haltestangen. Gleich schnellten ein paar Arme hoch, die Kinder wussten schon recht gut Bescheid und so entwickelte sich zwischen dem Busfahrer und seinen jungen Fahrgästen eher ein Zwiegespräch, das beiden Seiten sichtlich Spaß machte.

Die Kinder hatten Fragen zum Handygebrauch im Bus und ob es Wlan gebe. Ekkehart Spindler erläuterte den Handygebrauch. „Es ist völlig ok, wenn ihr zu Hause anruft und Bescheid gebt, ihr kommt etwas später. Auch WhatsApp schreiben ist kein Problem. Aber wenn Leute im Bus laut telefonieren und alle an diesem Gespräch teilhaben müssen, ist das nicht so toll. Außerdem lenkt es den Fahrer ab.“ Das verstanden die Kinder.

25-mal die Erde umkreist

Aufmerksam hörten sie seinen Ausführungen zu sozialem Verhalten und die Hinweise auf Sauberkeit, Essen und Trinken im Bus zu. Interessant waren die technischen Daten. Zum Beispiel hörten die Schüler staunend, dass so ein Linienbus 220 000 Euro kostet und dass der, in dem sie drin saßen schon so viele Kilometer gefahren ist, dass er 25-mal die Erde umkreist hätte. Auch Unfälle wurden besprochen. Wie verhält man sich im Notfall? Die Kinder hatten viele Fragen und Ideen.

Zum Abschluss ging es um das sichere Überqueren der Fahrbahn an der Haltestelle und am Ende waren alle sicher: „Wir packen den Schulweg mit dem Bus ohne Probleme.“

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