Altlußheim

Landfrauen Ingrid Oswald referiert über den Senf

Scharf und fruchtig

Altlußheim.Der Verein der Landfrauen lud zum Vortrag mit Ingrid Oswald zum Thema „Senf – von der Herkunft über den Anbau bis zum Verzehr“ ein. Nahezu 40 Vereinsmitglieder folgten der Einladung ins Restaurant „Zum Vogelpark“.

Ingrid Oswald erklärte, dass die Senfpflanze ein Kreuzblütler ist und schon 5000 vor Christus in China angebaut wurde. Über Asien, Ägypten bis zu den Römern wurde die Pflanze verbreitet. Damals verwendete man den Senf zum Marinieren von Fleisch. Heute genießt man ihn überwiegend zu Käse, Fisch und Fleisch.

Importe aus aus aller Welt

Jährlich werden 150 000 Tonnen weißer und gelber Senf aus Nepal importiert. Der braune wird ausschließlich in Kanada angebaut, der sehr seltene schwarze Senf überwiegend im asiatischen Raum. Feigensenf hat seinen Ursprung in der Schweiz. Sehr beliebt sei der Fruchtsenf aus dem Tessin und Norditalien. „Mostarda die Frutta“ (würzig, scharfe Konfitüre) nennen sie ihn. Die Ur-Altlußheimerin Ingrid Oswald geborene Eisinger betreibt seit 2007 in ihrem Heimatort eine kleine Manufaktur. Die Idee entstand, so erzählte sie, bei einem Italienurlaub, als ihr dort der Senf nicht sonderlich schmeckte.

Zuhause pflückte sie sofort die Feigen in ihrem Garten und begann mit der Herstellung der Eigenkreationen. Mittlerweile findet man Oswald auf verschiedenen Bauern-, Weihnachtsmärkten und anderen Events in der Umgebung mit einem Verkaufsstand .

Experimentierfreudig probierte sie nach und nach verschiedene Fruchtsorten aus. Das Ergebnis durften die Landfrauen verkosten. Mit ihrer Tochter servierte Ingrid Oswald für jeden Anwesenden ein Probiertellerchen: Rinderschinken mit Waldfruchtsenf, Lachs mit Orangensenf, milder Camembert mit Erdbeersenf, Blauschimmelkäse mit Birnensenf und Bergkäse mit Feigensenf. Mit Genuss verzehrte man diese Köstlichkeiten. zg

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