Altlußheim

Albert-Schweitzer-Schule „Heidelberger Wäldchen“ pflanzt 100 Bäume / Partnerorganisation forstet Küstenregenwald wieder auf / Finanzierung durch Pausenverkauf

Schüler unterstützen brasilianischen Wald

Altlußheim.„Wir müssen alle am gleichen Strang ziehen, um gemeinsam etwas bewegen zu können“, erzählt Brigitte Heinz, Geschäftsführerin des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), während eines Vortrages vor den Viertklässlern der Albert-Schweitzer-Schule. Der BUND Heidelberg und das Agendabüro der Stadt Heidelberg organisiert das Projekt „Heidelberger Wäldchen in Brasilien“. Gemeinsam werden Spenden gesammelt, mit denen die brasilianische Partnerorganisation Apremavi den Küstenregenwald wieder aufforstet.

„Eines Tages kam der Anruf von eurer Direktorin, Anja Ott, wir waren total überrascht, dass und wie viel Geld ihr gesammelt habt“, sagt Heinz rückblickend. Anja Ott, die zudem auch Religionslehrerin ist, hat mit ihren Schülern die Themen Erntedank und Schöpfung behandelt. Die Aufgabe war es herauszufinden, in wie weit es möglich ist, die Schöpfung zu bewahren, erzählt Ott und ergänzt, „bei diesen Recherchen sind die Kinder auf das Thema Klimaschutz gestoßen und was wir dagegen tun können, den Klimaschutz einzuschränken“. Gemeinsam wurde entschieden, das Projekt „Heidelberger Wäldchen“ zu unterstützen.

Brote für Klimaschutz

Unter dem Motto „Brote schmieren für den Klimaschutz“ wurde ein Pausenverkauf mit der Unterstützung aller vierten Klassen organisiert. Durch Lebensmittelspenden und die Unterstützung von den Eltern wurden einige Produkte verkauft. „Insgesamt haben wir in zwei Pausen 200 Euro eingenommen. Für zwei Euro wird ein Baum in Brasilien gepflanzt, was dazu führt, dass wir insgesamt 100 Bäume pflanzen können.“ Bereits bevor Brigitte Heinz die Schule besuchte, um näher über das Projekt zu berichten, haben sich die Kinder im Unterricht informiert und sich berechtigte Fragen gestellt: Werden die Bäume, die wir pflanzen auch gerodet? Welche Arten von Bäumen werden angepflanzt? Was passiert, wenn weniger Luft für uns Menschen vorhanden ist? Werden auch die Nahrungsmittel knapper? Wenn der Weltfrieden gefährdet ist, kann es passieren, dass wieder Krieg ausbricht?

Die Geschäftsführerin des BUND beruhigt die Kinder zunächst und erklärt ihnen, dass die Bäume in einem Schutzgebiet angepflanzt werden und es somit verboten ist zu roden. Neben den hauptsächlich angebauten Laubbäumen, werden auch Fruchtbäume angepflanzt, durch die ein wirtschaftlicher Acker entsteht. „Diese Bäume geben den Bewohnern Gewinn ab und sorgen zudem für den nötigen Klimaschutz“, erläutert Heinz die Vorteile.

Das eingenommene Geld der Albert-Schweizer-Schule wird nun vollständig nach Brasilien geschickt – in Kürze werden die 100 Bäume gepflanzt, die zuvor in einer großen Baumschule aufgezogen wurden. Für ihr Engagement dankte Heinz den Schülern, dass sie mit ihrer Spende dazu beigetragen haben, dieses Projekt zu unterstützen, das bereits seit 20 Jahren besteht.

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