Altlußheim

Sanierung Fraktion will mit Vorschlag Verschiebung erreichen

SPD: Rheinbrücke für Lkw sperren

Archivartikel

Altlußheim/Speyer.Die SPD-Gemeinderatsfraktion Altlußheim fordert, dass die sanierungsbedürftige Salierbrücke so bald als möglich für den Lkw-Verkehr gesperrt wird. Dadurch soll die drohende Vollsperrung vermieden und Zeit bis zum Bau einer zweiten Brücke gewonnen werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das vorliegende Gutachten zum Zustand der Salierbrücke habe die Tragfähigkeit vor allem im Blick auf die hohe Belastung durch den Lkw-Verkehr untersucht und die Sanierung dringend angemahnt. Da es nach vorliegenden Informationen kein Gutachten gebe, das der Brücke die Tragfähigkeit nur für den Personenverkehr abgesprochen hätte, wünscht die SPD ein unabhängiges Gutachten darüber, wie lange sie den reinen Personenverkehr noch verkraften kann.

Dass die Lkw über die Autobahnbrücke A 61 im Norden von Speyer oder im Süden über die Rheinbrücke bei Germersheim fahren, halten die Sozialdemokraten für zumutbar, weil zum ganz überwiegenden Teil der Schwerlastverkehr die Salierbrücke dauerhaft schädige.

Zeitnah vier Spuren schaffen

Wegen der Vibrations-Schwingungen, die jeder Autoverkehr hervorruft, dürfte bautechnisch eine Vollsperrung unvermeidlich sein, weil sonst nach der Sanierung die Brücke in wenigen Jahren wieder ein Sanierungsfall werde, befürchtet die Fraktion.

Darüber hinaus müssten die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz baldmöglich unabhängige Planungen für eine neue zweispurige Rheinbrücke in Auftrag geben, die auch dauerhaft den Lkw-Verkehr tragen kann. Diese Rheinüberquerung müsste dann zeitnah nach einem Planfeststellungsbeschluss gebaut werden. „Dann stünden dauerhaft vier Spuren über den Rhein zur Verfügung, was im Blick auf circa 36 000 Fahrten nach 2020 unbedingt nötig ist“, heißt es in der Erklärung weiter. Danach könne entweder die alte Salierbrücke saniert oder durch eine zweite neue zweispurige Rheinbrücke ersetzt werden.

Nicht auf den Bund warten

Die SPD-Gemeinderäte fordern die Bundestags- und Landtagsabgeordneten der Region auf, diesen Vorschlag zu unterstützen und bei den Landesregierungen einzufordern, dass zügig Planungen für eine zweite neue Rheinbrücke aufgenommen werden. „Auf die Zuständigkeit des Bundes zu verweisen, werden die Menschen in der Region nicht akzeptieren, weil dies hieße, dass bis 2030 gar nichts in Sachen Planung und Bau einer zweiten Rheinbrücke passieren würde“, unterstreichen die Sozialdemokraten.

Am Montag, 18. Juni, plant das Regierungspräsidium eine öffentliche Veranstaltung zur Information der Bürger. Nach aktuellem Planungsstand soll die Sanierung Anfang Januar 2019 beginnen. zg

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