Altlußheim

TC Waldhaus Sanitäre Anlagen werden auf Vordermann gebracht / Leer stehendes Gebäude wird abgerissen und durch ein Vereinsheim ersetzt

Tennisschläger durch Hammer ersetzt

Neulußheim/Altlußheim.Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das sich der junge Verein TTC Waldhaus vorgenommen hat: Er will das Vereinsgelände an der L 546, der Verbindungsstraße von Reilingen nach Neulußheim, auf Vordermann bringen (wir berichteten). Rüdiger Saam, der Vorsitzende des Vereins, beziffert den Umfang der geplanten Arbeiten im Vorfeld auf rund 160 000 Euro.

Um diese Summe aufzubringen, hat der Verein ein Konzept erstellt, das auf drei Säulen ruht: Darlehen, die dem Verein von Mitgliedern und Gönnern gewährt wurden und die nach dem Modell der Crowd-Finanzierung aufgerufen wurden. Die zweite Säule bilden Spenden und Zuschüsse und letztlich gibt es noch die Eigenleistungen, die einen erheblichen Beitrag zur Sanierung des Geländes leisten.

Mitglieder langen kräftig zu

Bisher, so Saam, haben die Mitglieder rund 150 Arbeitsstunden in die Sanierung des Sanitärgebäudes investiert, das mit ihrer Hilfe komplett entkernt werden konnte, so dass nun die Heizungs- und Sanitärinstallationen von einer Fachfirma vorgenommen werden können.

Finanzierung steht

Dies auch, schilderte Rüdiger Saam Bürgermeister Gunther Hoffmann und dem Neulußheimer Gemeinderat, die zu einer Besichtigung auf die Anlage eingeladen waren, da die Finanzierung gesichert ist, „sie steht zu 90 Prozent“, so dass das Startsignal für den Beginn der Arbeiten gegeben werden konnte.

Ausschlaggebend für den Besuch war, dass der Neulußheimer Gemeinderat beschlossen hatte, die Sanierung finanziell zu unterstützen, das sich der TC Waldhaus durchaus als Lussheimer Verein versteht. Vom Vorsitzenden Saam wurden Gemeinderat und Bürgermeister über den beabsichtigten Neubau des Vereinsheims informiert.

Das neue Vereinsheim ist der zweite Punkt der geplanten Erneuerung, neben der Sanierung der sanitären Anlagen. Ein leer stehendes Gebäude am Eingang der Anlage, in ihm war vor Jahren ein Tennisshop untergebracht, soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Wie es sich für einen Verein gehört, der den Begriff Waldhaus im Namen führt, soll das Vereinsheim als Blockhaus errichtet werden.

Von dem neuen Vereinsheim ist die bestehende Wirtschaft nicht tangiert, sie soll weiter geführt werden. Im Gegenteil, Saam sieht eher Vorteile für beide Seiten – der Wirt braucht keine Plätze für die Sportler vorhalten, diese treffen sich in ihren eigenen Räumen und haben sie Hunger, übernimmt er die Bewirtung.

Doch bis es so weit ist, muss zuerst das leer stehende Gebäude abgerissen werden. Ein Gebäude übrigens, dass durch den Zuschnitt des Vereinsgeländes, der Gemeinde Altlußheim gehört. Der Abbruch wird durch die Mitglieder vorgenommen, informierte Saam, der mit rund 5000 Euro Entsorgungskosten rechnet.

Auf Wachstumskurs

Die idyllisch in den Wald ragende Anlage mit ihren sechs Sandplätzen bietet dem Verein auf jeden Fall Platz genug, weiterhin auf Wachstum zu setzen. Und mit modernen sanitären Anlagen sowie ansprechenden Vereinsräumen stehen die Vorzeichen auf Grün – zumal der Verein zwischen Alt- und Neulußheim sowie Reilingen für neue Mitglieder geradezu ideal gelegen ist.

Doch vorab heißt es für die Mitglieder, die Ärmel hochkrempeln und die Arbeiten in Angriff nehmen. Die sicherlich zügig zu Ende geführt werden, ist Saam überzeugt, der die Gelegenheit nutzte, Bürgermeister Gunther Hoffmann und die Neulußheimer Gemeinderäte schon jetzt zur Neueröffnung der Anlage einzuladen. aw

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional