Altlußheim

Haushalt Gemeinde profitiert vom allgemeinen Aufschwung im Land / Gewerbesteuereinnahmen und Anteil an der Einkommenssteuer entwickeln sich positiv

Trotz der guten Konjunktur Sparsamkeit angemahnt

Archivartikel

Altlußheim.Die anhaltend gute Konjunkturlage der Wirtschaft bewirkt auch für die Gemeinde Positives. Bürgermeister Uwe Grempels gab in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause einen Zwischenbericht zum aktuellen Haushalt.

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sprudeln. Das Steueraufkommen war mit 2,5 Millionen Euro kalkuliert. Derzeit sind aber schon 3,4 Millionen Euro in der Kasse. Dadurch stieg auch die Gewerbesteuerumlage um rund 152 000 Euro. Auch der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer entwickelt sich positiv. Hier werden Mehreinnahmen von 170 000 Euro beziehungsweise 337 000 Euro gegenüber dem Haushaltsansatz erwartet. Die Einnahmen des Verwaltungshaushalts steigen nach den bisher vorliegenden Zahlen um 1,5 Millionen Euro. Im Vermögenshaushalt sind für Investitionen rund 3,8 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen Haushaltsreste von 1,1 Millionen Euro.

Die Jahresrechnung 2017 ist fertig. Der Rechenschaftsbericht muss noch erstellt werden, die Feststellung kommt dann auf die Tagesordnung der September-Sitzung. Der Verwaltungshaushalt schließt mit einem Überschuss von knapp 2,5 Millionen Euro. Im Vermögenshaushalt konnte durch die hohe Zuführung vom Verwaltungshaushalt die geplante Entnahme aus der Rücklage von 548 000 Euro in eine Zuführung von 152 000 Euro umgewandelt werden. Die Rücklage hat knapp 2,6 Millionen Euro. Darlehen mussten nicht aufgenommen werden. Der Schuldenstand liegt jetzt bei 3,6 Millionen Euro.

Auftragsstau kritisiert

Die wirtschaftliche Lage sei gut, wie lange diese aber noch anhalten wird, könne niemand vorhersagen, war sich der Gemeinderat einig. Christoph Beil (SPD) freute sich über den positiven Zwischenbericht. Klaus Oettinger (FWV) meinte, „der konservative Ansatz der örtlichen Haushaltspolitik zahlt sich aus“. Die Gemeinde müsse sich in Zukunft jede Investition noch ein weiteres Mal überlegen.

Ines Schweickert (CDU), deren Fraktion dem Haushalt nicht zugestimmt hatte, kritisierte, dass man sich zu viele Aufgaben vorgenommen habe, alle Projekte aber zu langsam abwickele: „Wir wollten fünf Millionen Euro investieren, haben aber erst 800 000 Euro ausgegeben.“

Heike Roll (Grüne) merkte an, dass die Bauvorhaben derzeit keine Kür, sondern Pflicht seien, etwa bei der Schaffung von Betreuungsplätzen: „Das müssen wir umsetzen, wir hoffen, dass die Zahlen so positiv bleiben.“ vw

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional