Altlußheim

Tschüss bis zum Frühjahr

Andreas Wühler graust schon vor den kalten Herbststürmen

Es gibt Worte, die kratzen auf der Großhirnrinde wie Kreide auf der Schultafel (eine Klärung an dieser Stelle schenke ich mir, die Smartphone-Generation kann die Begriffe jederzeit googeln). Eines dieser Worte heißt Herbststürme, das andere Schmuddelwetter. Schon der bloße Gedanke genügt, Gänsehaut und Frostschauer in Alarmbereitschaft zu versetzen.

Doch die Zeit der Theorie ist vorüber, der kalte Grimm steht vor der Tür und mit ihm seine unbeliebten Gesellen Nässe und Sturmwind. Brrr, warum kann man nicht als Siebenschläfer auf die Welt kommen? Oder statt Elternzeit Winterzeit nehmen und erst im Frühjahr wieder ins Büro gehen?

Wer jetzt meint, Zuflucht in so schönen Begriffen wie Indian Summer, Herbstlaub oder Kastanien suchen zu müssen, der sei auf die Hinterhältigkeit des Schmuddelwetters verwiesen: Werktags hält es still, schürt die Vorfreude aufs Wochenende, und schlägt dann erbarmungslos zu. Statt Baumwolle trägt man dann Wachstuch, Regenschirm, Taschentücher und Thermoskanne gehören zum Überlebensset. Wobei sich Aufenthalte im Freien auf den Erwerb der zum Überleben notwendigen Dinge beschränken, ansonsten empfiehlt es sich, dem Mistwetter die ohnehin kalte Schulter zu zeigen.

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