Altlußheim

Verein der Landfrauen Mit Interesse nehmen die Mitglieder an einem Rundgang durch den Gemüsebaubetrieb Großhans teil / 800 Hektar Anbaufläche

Von der Möhre zum verkaufsfertigen Produkt

Archivartikel

Altlußheim/Reilingen.Zu einer Besichtigung des Gemüsebaubetriebs Großhans in Reilingen trafen sich die Altlußheimer Landfrauen mit zahlreichen Männern. Bestaunt wurde bei der Ankunft das riesige Außengelände mit den großen Hallen.

Reiner Spitzfaden begrüßte die Gäste und bedankte sich für das Interesse rund um den Gemüsebau. 800 Hektar Acker wird bewirtschaftet, davon 400 Hektar Möhren, 150 Hektar Radieschen, 150 Hektar Lauchzwiebel und der Rest Kartoffel, Mais und anderes Getreide. Das Anbaugebiet erstreckt sich von Mannheim bis Karlsruhe, was jeden Zuhörer positiv überraschte. Zudem ist ein Biobetrieb mit 60 Hektar in Bad Schönborn angesiedelt.

300 Erntehelfer im Einsatz

300 Erntehelfer, größtenteils aus Rumänien, ein kleiner Prozentsatz aus Polen, sind täglich mit der Feldarbeit sowie der Verarbeitung im Betrieb beschäftigt. Die Firma Großhans beliefert vor allem den regionalen Einzelhandel, vermarktet wird über den Gemüsering Stuttgart.

Der Blick in die Verarbeitungshallen war für alle Besucher sehr interessant. Von der Anlieferung der Möhren mit Schlepper und Anhänger, bis zum verkaufsfertigen Produkt führte der Rundgang. Von den Gemüsewaschanlagen über die computergesteuerten Sortiermaschinen, die Verpackungsmaschinen, Kühlhäuser und die Kommissionierung bis hin zur Verladerampe konnte die Besuchergruppe die Arbeitsabläufe von der Rohware bis zum auslieferungsfertigen Produkt in Augenschein nehmen.

Beim Gemüsebau Großhans werden von Mitte des Jahres bis in den Januar hinein eigene Karotten geerntet. In den anderen Monaten werden Möhren zugekauft, gewaschen und verpackt.

Aufwendiges Verfahren

Reiner Spitzfaden zeigte den Besuchern ein Feld mit frisch gesäten Möhren. Die Fläche wird Ende Oktober etwa einen halben Meter hoch mit Stroh bedeckt, das vor Frost bis minus 15 Grad Celsius schützt. Diese Methode ist sehr aufwendig und wird ansonsten in Deutschland kaum praktiziert, aber dadurch kann eine lange Versorgung mit regionaler Ware gewährleistet werden.

Während des Gangs durch die Verarbeitungshallen knabberte man an der einen oder anderen Kostprobe. Viele Fragen musste der Mitarbeiter beantworten. Nach knapp zwei Stunden waren alle der Meinung, sie seien wieder um einiges Wissen rund um den Gemüsebau reicher. Vorsitzende Traudel Uhrig bedankte sich über die Informationen bei Reiner Spitzfaden.

Auf der Terrasse des Hotels „Blautannen“ wurde bei einem Kaffee oder Eis noch positiv über den Gemüsehof Großhans geplaudert. hk

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