Altlußheim

Gemeinderat tagt Bauangelegenheiten dominieren die Tagesordnung

Wachstum im Inneren hält an

Archivartikel

Altlußheim.In der Mehrzahl sind es Bauangelegenheiten, die die Tagesordnung der Ratssitzung am Dienstag, 17. November, bestimmen. Eröffnet wird die Sitzung hingegen mit einem Punkt, der schon im Oktober auf der Agenda stand, dann jedoch von der Tagesordnung genommen wurde – die Neuverpachtung der Jagdbögen.

Jagdbögen sind dabei für den Laien die vier Jagdbezirke, die es auf der Gemarkung gibt. Im Oktober war der Punkt vertagt worden, da einer der Pächter zurückgezogen hatte. Nun liegt dem Rat eine wieder vollständige Liste vor. Er kann die Bezirke nun zum 1. April verpachten. Allerdings, dem von Friedbert Blaschke (FWV) in der Oktober-Sitzung geäußerten Wunsch, die Lage der Jagdbezirke zu visualisieren, wurde mit der Vorlage für die November-Sitzung nicht entsprochen.

Erdwärme soll aufgespürt werden

Kartenmaterial in großer Menge gibt es hingegen für den folgenden Tagesordnungspunkt – dem Antrag auf bergrechtliche Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme, Sole und Lithium zu gewerblichen Zwecken im Feld „Hardt“.

Das betreffende Gebiet umfasst dabei eine Fläche, die von den Altlußheim dem Rhein folgend bis Mannheim reicht, von dort in östlicher Richtung bis Schriesheim. Die östliche Flanke reicht an Sandhausen und Walldorf vorbei bis St. Leon-Rot bevor im östlichen Abschluss die Linie nach Altlußheim gezogen wird.

Die Gemeinde bildet sozusagen den südwestlichen Eckpunkt, weshalb die Verwaltung aus diesem und anderen Gründen der Meinung ist, dass die Belange der Gemeinde nicht berührt werden, keine Anregungen oder Bedenken vorzubringen sind.

Die Reihe der Bauangelegenheiten wird von einer Anfrage eröffnet, die auf ein Grundstück in der Friedensstraße zielt. Für das Nachbargrundstück hat der Rat im Juni einer Bebauung zugestimmt, allerdings stellt dieses die vom Rat gezogene Grenze der Wohnbebauung dar. Die angrenzende Fläche, so der Tenor, soll als Grünzug erhalten bleiben. Weshalb die Verwaltung folgerichtig vorschlägt, die Bauvoranfrage abzulehnen, da diese die Grünfläche tangiert.

Die Teilaufstockung eines Wohnhauses in der Schwabenstraße und die Errichtung einer Dachgaube in der Hockenheimer Straße dürften hingegen problemlos den Rat passieren. Kniffliger ist da schon der Antrag zur Errichtung einer Betriebsleiterwohnung in der Alte Ladestraße, auch wenn einiges für den Plan spricht. Gleiches gilt für eine beabsichtigte Bebauung in der Rheinhäuser Straße, hier liegt dem Rat ein modifizierter Antrag vor.

Letztlich soll der Gemeinderat noch zwei Bauvorhaben der Nachbarkommune Hockenheim zustimmen, von denen die Gemarkung nicht tangiert wird.

Bekanntgaben, Anfragen und Mitteilungen beenden den öffentlichen Teil, zu dem die Bevölkerung unter Beachtung der Hygienevorschriften eingeladen ist. aw

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