Altlußheim

Evangelische Kirche 22 Mädchen und Jungen werden in die Gemeinde aufgenommen / Konfifreizeit vom Thema „Glück“ begleitet / Der Glaube kann das Licht immer wieder zum Aufleuchten bringen

„Wer mit mir lebt, wird sich nicht mehr verlaufen“

Altlußheim.Mit insgesamt vier Konfirmationsgottesdiensten, jeweils um 11 und 14.30 Uhr am Samstag und Sonntag, feierten 22 Konfirmanden ihre Aufnahme in die evangelische Gemeinde. Das Ganze mit einem halben Jahr Verspätung, Abstand und Maske. So zogen die Jugendlichen auch in die Kirche ein, zusammen mit Pfarrer Matthias Zaiss und Gemeindediakon Jascha Richter unter den Orgelklängen von Klaus Wörner. Die Kirchengemeinderäte hatten gut organisiert, so dass jede Familie im großen Abstand zur anderen Platz in der katholischen Kirche St. Nepomuk fand.

Pfarrer Zaiss hieß alle willkommen zu diesen außergewöhnlichen Gottesdiensten, die so ganz anders waren, als es ursprünglich geplant war. „Ihr habt erfahren müssen, was es heißt, wenn alle Planungen zunichte gemacht werden“, fasste er die Situation durch die Corona-Pandemie zusammen. „Ihr seid so ein toller Jahrgang“, freute er sich.

Im vergangenen Jahr, im Erntedankgottesdienst, wurden die Konfirmanden der Gemeinde vorgestellt. Mit einem Waffelstand und Bastelarbeiten trugen sie zum Gemeindefest bei. Einige hatten sich an Weihnachten im Krippenspiel eingebracht und beim Konfi-Fußballcup waren sie auch erfolgreich. Eine lustige Konfifreizeit hatten alle verbracht, wo das Thema „Glück“ vorherrschte. Die Jugendlichen haben Cocktailgläser gestaltet in Form von Collagen und ihre ganz eigenen „Glückscocktails“ gemixt.

Bittere Pille im Glückscocktail

Weiterhin beschäftigten sie sich mit der Gestaltung ihres Konfirmationsgottesdienstes. Alle hatten viel Spaß und freuten sich auf ihren großen Tag. „Aber dann kam der 15. März, mit ihm der Lockdown und das war eine bittere Pille im Glückscocktail.“ Mit den neuen Umständen hatten sich alle arrangieren müssen. Es gab keinen Konfiunterricht mehr, Gottesdienste nur über Youtube. Womöglich war es gerade noch an diesem Wochenende möglich, die Konfirmation – wenn auch in sehr reduzierter Form – zu feiern.

Die selbstgestalteten Kerzen brannten auf einem Tisch vor dem Altar und Pfarrer Matthias Zaiss nahm neben dem Glück auch das Thema Licht in seiner Predigt auf.

Er sprach von Jesus und dem Licht, das von ihm ausgeht. „Wer mit mir lebt, wird sich nicht mehr verlaufen, er muss nur dem Licht hinterhergehen“. Es wird nicht immer gleich hell sein und manchmal fast erlöschen, aber der Glaube kann es immer wieder aufleuchten lassen, damit niemand orientierungslos wird. Diese Worte gab Pfarrer Zaiss den jungen Menschen mit auf den Weg. „Es ist an euch, eine neue Normalität nach dieser Pandemie mitzugestalten“.

Jascha Richter forderte die Gemeinde auf, den jungen Menschen die Türen zu öffnen und sie mitreden zu lassen.

Auf Singen wird verzichtet

Im Gottesdienst durfte nicht gesungen werden, alle Besucher mussten dauerhaft Maske tragen und mit der Einsegnung, auch mit großem Abstand, ging jeweils ein dennoch festlicher Gottesdienst dem Ende entgegen. Ganz anders als sonst, aber die Konfirmanden erfuhren trotz allem eine feierliche Integration in die Gemeinde.

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