Altlußheim

Zu guten Ideen stehen

Archivartikel

Niemand geht gerne unnötig lange Wege. Schon gar nicht, wenn man ihm keine andere Wahl lässt. Unsere Leserin hätte gerne diese Wahl und wähnt sich im Kampf gegen Windmühlen. Ob nun ein rund 300 Meter längerer Weg die Umwelt um ein unerträglich Vielfaches belastet, sei dahingestellt. Ob man dadurch um seinen Schlaf gebracht wird, weil man am Morgen früher los muss, ebenso. Eines bleibt jedoch zu vermuten: Hätte eine Erklärung der Thematik ihren Unmut beschwichtigt? Das Ordnungsamt der Gemeinde beantwortet die Frage der Anwohnerin in dem uns vorliegenden Schriftverkehr freundlich und korrekt – aber auch knapp. Eine Erklärung, warum und wie der Weg beschädigt ist, fehlt beispielsweise. Weshalb sich die Frau nicht ernstgenommen fühlt, kann ich durchaus verstehen. Da ist der Weg nicht weit zu vermuten, dass die Nachbarn im Verborgenen Einfluss nehmen. Wo Fakten fehlen, bleibt Raum zur Spekulation – und das geht für „die da oben“ meistens nicht gut aus. Der Fußweg bleibt also Fußweg. Wenn man bedenkt, dass kaputte Straßen den Gemeindesäckel belasten, sicher eine kluge Entscheidung. Aber manchmal muss man das halt dazusagen.

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