Altlußheim

Knotenpunkt B 39/L 722 Umbauarbeiten des Regierungspräsidiums Karlsruhe liegen im Zeitplan / In Sommerferien 2021 Vollsperrung für Belagarbeiten

Zukünftige Kreuzung ist schon modelliert

Altlußheim.Zwei große Baustellen in unmittelbarer Nachbarschaft hat das Baureferat Nord des Regierungspräsidiums Karlsruhe selten. Noch außergewöhnlicher ist jedoch die Geschwindigkeit, mit der die Arbeiten vorankommen. Während es an der Salierbrücke bekanntlich wegen unvorhergesehener Komplikationen zunächst sehr schleppend lief, legt der Umbau des Knotenpunkts L 722/B 39 am Lußhof einen rasanten Fortschritt an den Tag.

Seit fünf Wochen wird an der Verlegung der Kreuzung und der Schaffung zusätzlicher Fahrspuren gearbeitet, und bereits nach wenigen Tagen zeichnete sich die Fahrbahnverbreiterung der L 722 in Richtung Hockenheim im Gelände ab. Inzwischen ist der neue Knotenpunkt, bei dem die B 39 aus Richtung Altlußheim nahezu rechtwinklig auf die L 722 trifft, im Rohzustand schon deutlich sichtbar. Die Fahrstreifen sind angelegt, die Konturen der künftigen Verkehrsinseln seit Dienstag mit bunten Stöcken abgesteckt.

Projektleiter Volker Staudacker vom Regierungspräsidium Karlsruhe ist mit dem Verlauf der Umgestaltung sehr zufrieden. Die Bedingungen seien gut, das Wetter bisher relativ trocken – „wir sind absolut im Zeitplan.“ Die Arbeiten bei halbseitiger Sperrung, um den Verkehr aufrechtzuerhalten, seien zwar umständlicher und zeitaufwendiger, aber es wäre problematisch gewesen, die Fahrbeziehungen zwischen Altlußheim und dem Autobahnanschluss an die A 61 noch weiter zu beschneiden.

Rücksicht auf die Autofahrer

Die zusätzlichen Aufstellfahrstreifen für den Geradeausverkehr in Ost-West-Richtung, also über den Rhein, werden in zwei Hälften angelegt. Auch hier nehmen die Ingenieure Rücksicht auf die Autofahrer, unterstreicht Staudacker: „Hätten wir es an einem Stück angelegt, wären die Rotphasen an der verkehrsabhängig geregelten Baustellenampel zu lang geworden.“

Der Ablauf der Arbeiten wäre viel einfacher gewesen, denn jeder Schritt muss zweimal erfolgen: Asphalt abfräsen, Boden verbessern, Asphalt verlegen – jedes Mal müssen die Maschinen dafür erneut anrollen. Nur eine Bauphase wird unter Vollsperrung erfolgen: die Erneuerung des Fahrbahnbelags in Richtung Altlußheim in den Sommerferien 2021. Dafür muss der Bus umgeleitet werden auf den Pendlerparkplatz unterhalb der Salierbrücke, dadurch bleibt der Shuttleverkehr aufrechterhalten.

Das durch die Sperrung der Salierbrücke reduzierte Verkehrsaufkommen nutzt dass Regierungspräsidium dazu aus, die Fahrbahn zwischen dem Knotenpunkt und dem Abzweig nach Ketsch erneuern zu lassen, ebenso wie ein Teilstück bis zur Salierbrücke – so hat der gesamte Bereich die gleiche Fahrbahnqualität.

Radwege nicht parallel zur Straße

Die Radwege werden in Zukunft nicht mehr parallel zur Fahrbahn verlaufen – eine Voraussetzung für die Anlage der zusätzlichen Spuren, für die nur an einigen Stellen Material angeschüttet werden muss. Die Radfahrer Richtung Hockenheim werden über die kurze Birkenallee am Lußhof bis zur Kreuzung mit Ampelanlage geleitet. Die Radwege sollen bis Mitte November asphaltiert und fertig sein.

Die Lärm- und Sichtschutzwälle kommen ganz zum Schluss, wenn der Verkehr wieder rollt, kündigt Staudacker an. Wer genau hinschaut, sieht den künftigen Verlauf beim Lußhof schon abgesteckt.

Die vielen Lkw, die die Baustelle ansteuern, transportieren einerseits den abgebrochenen Asphalt ab, der auf Schadstoffe untersucht wird, und bringen andererseits Schotter als Untergrundmaterial. Der Umbau kostet rund fünf Millionen Euro.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional