Brühl

Spendenaktion Kerstin Graf-Till verkauft selbst genähte Masken für den guten Zweck an Einrichtungen und Freunde

500 Euro gehen an Schwetzinger Klinik

Archivartikel

Brühl/Schwetzingen.„Die Spendenfreudigkeit in der Kurpfalz nimmt kein Ende“, zeigt sich die stellvertretende Leiterin der GRN-Klinik Schwetzingen, Nadine Lägel, begeistert. Als jüngstes Beispiel führt sie Kerstin Graf-Till aus Brühl an.

Die Grundschullehrerin, die derzeit als Mutter dreier Kinder in Elternzeit weilt, fragte sich, was sie zur Bewältigung der Corona-Krise aktiv beitragen könnte. Im Zusammenhang mit der öffentlichen Mundschutz-Diskussion kamen ihr die zahlreichen Stoffreste in den Sinn, die sie aus verschiedenen Nähaktionen für die Familie noch bei sich gelagert hatte.

„Was lag da näher, als sich an die Maschine zu setzen und Mund-Nasen-Masken zu produzieren?“, erinnert sich die engagierte Frau. Weit über 100 Stück hat Kerstin Graf-Till in den vergangenen Wochen genäht, „irgendwann habe ich aufgehört zu zählen“, sagt sie bei der Übergabe ihrer Spende in der Klinik. Der Spendenbetrag stammt aus dem Verkauf der Masken an verschiedene Einrichtungen.

Viele profitieren von Aktion

Eine gynäkologische Praxis und ein Altenpflegedienst profitierten auf diese Weise unmittelbar von Graf-Tills Nähkünsten. Die GRN-Klinik Schwetzingen, in der die mit ihrer Familie in Brühl lebende junge Mutter zwei ihrer drei Kinder zur Welt gebracht hat, teilte auf ihre Anfrage mit, dass aus anderen Spenden-Aktionen aktuell ausreichend Mund-Nasen-Masken zur Verfügung stünden.

Doch die engagierte Hobby-Näherin ließ sich davon nicht abschrecken: Sie bot die selbst gefertigten Masken kurzerhand im Bekanntenkreis zum Verkauf an. Das Ergebnis: Nun überreichte Kerstin Graf-Till einen Briefumschlag mit 315 Euro an die stellvertretende Klinikleiterin Nadine Lägel – zur Verwendung für die Betreuung von Corona-Patienten.

Mit einigen weiteren Überweisungen auf das Konto der Schwetzinger Klinik kamen so insgesamt rund 500 Euro zusammen. Lägel bedankte sich im Namen aller Mitarbeitenden des Krankenhauses sowie insbesondere der betroffenen Patienten der GRN-Klinik für diese großzügige Spende einer Privatperson.

„Wir werden schauen, was wir unseren Corona-Kranken außerhalb der medizinisch-pflegerischen Behandlung damit Gutes tun können“, zeigte sich die stellvertretende Klinikleiterin anlässlich der Spendenübergabe in dieser Woche persönlich berührt. zg

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