Brühl

Bauarbeiten Die Erweiterung des Kindergartens Heiligenhag geht in die Schlussphase / Im September startet das neue Angebot

„Ambitioniert – aber machbar“

Brühl.Der Beginn beim An- und Umbau des evangelischen Kindergartens Heiligenhag war eher ein Fehlstart. Das damalige Bauunternehmen und zunächst auch die Berufsgenossenschaft sahen Probleme bei den aus ihrer Sicht zu steilen Neigungen der Baugrube. So kam es zu einer enormen Verzögerung. Gutachter bestätigten allerdings schon bald, dass die Berechnung stimmen würde, und so konnte mit einem neuen Bauunternehmen vor einigen Monaten ein zweiter Startschuss gegeben werden.

„Jetzt sind wir in der Endphase der Arbeiten beim Neubau“, sagt Timo Laibach vom kommunalen Bauamt. Im Rathaus geht man davon aus, dass im September die ersten Kinder in den neuen Räumen betreut werden können. „Das ist zwar ein ambitioniertes Ziel, aber es ist durchaus machbar“, so Laibach.

20 neue Plätze als Ziel

Hell wirken die neuen Räume, die auf 240 Quadratmetern in zwei überirdischen Stockwerken und im Sutterrain Gruppenräume, Schlafzimmer für die jüngsten Kinder, eine Küche, einen Speiseraum, Mitarbeiter- und Materialzimmer beherbergen sollen. „Damit werden wir ab September 20 Kinder mehr betreuen können“, freut sich Kindergartenleiterin Doris Huschka. Insgesamt besuchen dann 70 Kinder die Einrichtung in Trägerschaft der evangelischen Kirche. Da dann auch das Angebot erweitert werden kann, wird sich auch das Mitarbeiterteam des Kindergartens vergrößern: 13 Erzieherinnen werden sich ab September der Arbeit mit dem Nachwuchs widmen. Die deutlichste Erweiterung ist, dass mit dem An- und Umbau auch Krippenplätze für Jungen und Mädchen, die jünger als drei Jahre sind, geschaffen werden.

Bis September soll aber nicht nur der Anbau, der übrigens durch einen Fahrstuhl integratives Arbeiten möglich macht, fertig sein. Auch im bestehenden Kindergarten sollen die Bauarbeiter aktiv werden. Die dortige Küche wird – nachdem die neue im Anbau steht – verschwinden, um einer anderen Nutzung des Raumes Platz zu machen. „Dafür wollen wir vor allem die dreiwöchige Sommerpause des Kindergartens nutzen“, verrät Laibach im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Außenanlagen werden wohl, wegen der Vegetationsphase, etwas später fertig.

Natürlich gibt es bei den Bauarbeiten immer wieder Reibungspunkte zwischen Bauplanern und künftigen Nutzern, aber die werden schnell „auf dem kleinen Dienstweg“ besprochen, wie der Rathausmitarbeiter versichert. So sehen die Erzieherinnen beispielsweise bei einer Holzeinfassung eines Fensters ein Verletzungsrisiko für die Kinder. Nun wird eine einfache Lösung – etwa durch eine entsprechende Verkleidung – gesucht.

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.schwetzinger-zeitung.de

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