Brühl

Villa Meixner Fantastische Welten des Malers Fritz Hörauf

Anderer Rhythmus der Zeit

Brühl.Die Motive von Fritz Hörauf sind mythische Landschaften, Gemälde, Porträts und Architektur. Imaginäre Orte und Gesichter, abstrakte Faltenformen von Figuren und Skizzen weisen auf ein zusammenhängendes System und Andeutungen aus Mythen, Religionen oder verschollenen Kulturen. Eine Werkschau seiner Arbeiten wird am Freitag, 10. Mai, um 19 Uhr mit einer Vernissage in der Villa Meixner eröffnet, wie es in einer Mitteilung der Gemeinde heißt.

Malen und Zeichnen verstehe der 1949 im niederbayrischen Eggenfelden geborene Künstler als eine Art Freisetzung – vergleichbar mit einem Nebel, der sich nur langsam auflöst und die hinter ihm liegende Landschaft erkennen lässt. Dem Nebel entspräche das Weiß der Leinwand oder des Papiers.

Das Sichtbarmachen einer unsichtbaren Welt sei in seinen Werken kein mechanischer Prozess, wie etwa bei einem Medium, sondern ein ständiger Dialog, ein Austausch und ein Ringen um die Form, schreibt der Künstler in seinen zwei Büchern. Die so entstandenen Bilder verfolgen keine Absicht im Sinne einer Ideologie, vielmehr sind es Gespräche mit Wesen, die in einem anderen Rhythmus von Raum und Zeit leben.

Lyrik ergänzt die Bilder

Der Lyriker und Essayist Jochen Winter wird eine Einführung in die Arbeiten geben. Nach einem musikalischen Beitrag der Jugendmusikschule ist ein gemeinsamer Rundgang mit dem Künstler durch die Ausstellung geplant.

Zum Abschluss der Werkschau am Montag, 10. Juni, ließt Hörauf ab 15 Uhr aus seinem Buch vor, wobei er am Klavier von Ruth Rohse begleitet wird. Der Eintritt ist frei. zg/cao

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