Brühl

Geschäftsleben TV-Gredel schließt seinen Betrieb beim Messplatz / Verändertes Kundenverhalten

Bäckerei folgt Elektrotechnik

Brühl.Die orangefarbenen Plakate mit der schwarzen Schrift setzen ein Ausrufezeichen unter 55 Jahre örtliche Wirtschaftsgeschichte in der Gemeinde. TV-Gredel wird Ende des Jahres seine Pforten für immer schließen. „Es ist die Zeit der Verabschiedung gekommen, dabei bleibt zunächst der wehmütige, aber auch dankbare Blick auf über 55 spannende und aufregende Jahre für die Firma Gredel und unser Personal“, stellt Geschäftsführer Jens Gredel im Gespräch mit unserer Zeitung fest.

TV-Geräte, Hifi, Radios, Soundbars, DVD-Player, Recorder, Kopfhörer, Tablets, über das herkömmliche Fernsehantennenkabel ins Internet und das laut Gredel „schneller und preiswerter als je zu vor“ – der Fachmann sieht sein Portfolie nach wie vor auf einem attraktiven Weg.

Beständiger Wandel der Branche

„Es entwickelte sich vor 20 Jahren zu einer der spannendsten Branchen, die man sich nur wünschen konnte“, erinnert er sich an seine Anfangsjahre, die Herausforderungen seines erst vor wenigen Monaten gestorbenen Vaters. „In unserer Branche ist nichts beständiger als der Wandel, beispielsweise aktuell die Umstellung von analog auf digital.“

Aber letztlich wurden mit allen Projekten – Migration, Integrationen oder Adaptionen – Perspektiven geschafft. „Unser Ziel war es, unseren Kunden die notwendige Unterstützung zu geben, dass Sie sich in dem digitalen Dschungel zurechtfinden – wir haben unsere Kunden stets betreut, beraten und auch alle individuellen Wünsche erfüllt, mitunter über die Geschäftszeiten hinaus“, bilanziert Gredel.

Verlässlichkeit, Anstand und Ehrlichkeit im Umgang mit den Kunden hätten im Unternehmen zu hoher Kundenzufriedenheit geführt, ist sich Gredel sicher. Dadurch sei das Unternehmen in der Schwetzinger Straße in all den Jahren stetig gewachsen und habe sich weit über die Grenzen von Brühl hinaus einen guten Ruf erarbeitet.

„In der Hochphase 2008 und 2009 hatten wir 17 Mitarbeiter, darunter sieben Familienmitglieder“, bilanziert Gredel. Leider habe sich das Kaufverhalten der Menschen speziell in der Unterhaltungselektronik-Branche stark verändert. Und so mahnt der Geschäftsführer, dass die Digitalisierung nicht nur Vorteile für diese Branche bringe.

Klar ist hingegen, wer in die Räume einziehen wird – die Bäckerei Görtz mit einem Café, die zuletzt in der Mannheimer Landstraße beim Aldi einen Treffpunkt geschaffen hat. 50 Tonnen Backwaren täglich produziert die Bäckerei mit Sitz in Rheingönheim. ras/zg

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