Brühl

Nachruf Stets für den Schachverband engagiert

Bernhard Mehrer ist tot

Brühl.Dass der Ehrenpräsident eines württembergischen Sportverbands gestorben ist, berührt die Menschen unserer Region. Immerhin handelt es sich bei Bernhard Mehrer um einen Brühler. Im Alter von 74 Jahren ist er einer schweren Krankheit erlegen.

Bernhard Mehrer ist in der Hauptstraße aufgewachsen, hat in der Jahnschule den Unterricht von Hans Hartmann besucht und wurde insbesondere von Karl Antolitsch geprägt, der ihn in seine Schachgruppe aufnahm. Mit 15 Jahren trat Mehrer den Brühler Schachfreunden bei, spielte rasch an einem vorderen Brett, sammelte Siege und wurde in den 1960er Jahren Jugendmeister im Bezirk Mannheim und wiederholt Brühler Ortsmeister. Beruflich ab-solvierte er nach der Mittleren Reife in Schwetzingen eine Lehre bei Siemens, studierte an der heutigen Hochschule Mannheim und wurde, weiterhin bei Siemens, als Vertriebsingenieur quer durch Deutschland geschickt. Seine letzte Station war Stuttgart.

Aufrichtiger Freund

Der Schachverein seines Wohnorts, Ebersbach an der Fils, entdeckte sein angenehmes, umgängliches Wesen und wählte ihn 1999 zum Präsidenten. Zehn Jahre später wurde er zusätzlich Präsident des Schachverbands Württemberg, für den er 2010 das große Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen vorbereitete und leitete. 2013 gab er dieses Amt ab, führte aber den Schachverein Ebersbach bis 2017, so lange es ihm seine Erkrankung erlaubte. Mehrers Wirken würdigten seine Nachfolger in sehr persönlichen Worten. Manuel Zöller aus Ebersbach schrieb: „Der Tod dieses engagierten und aufrichtigen Schachfreundes hinterlässt eine große Lücke in unserem Vereinsleben“. Armin Winkler vom Landesverband hob hervor: „Sein immer freundliches Auftreten werden wir stets in Erinnerung behalten.“ sr/Bild: mehrer

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