Brühl

Partnerschaft Vorsitzende des Förderkreises Dourtenga, Renate Dvorak, zieht eine positive Bilanz über das kontinuierliche Engagement

Berufsschule als neues Projekt?

Archivartikel

Brühl.„Unsere Partnergemeinde Dourtenga hat sich weiterentwickelt – unsere Hilfen bewirken etwas, davon konnte ich mich persönlich vor Ort überzeugen“, stellte die Vorsitzende des Förderkreises Dourtenga, Renate Dvorak, bei der Mitgliedervesammlung des Vereins fest. Die vielen Aktionen, die der Verein das ganze Jahr über organisiere, helfen der westafrikanischen Gemeinde, das Leben der Menschen zu verbessern, lautete ihr Fazit.

Dvorak berichtete mit einer eindrucksvollen Bilder-Präsentation über ihre Reise zur Partnergemeinde in Burkina Faso Anfang des Jahres. Sie hatte sämtliche Kindergärten und Schulen besucht, dazu die Einrichtungen der dortigen evangelischen Kirchgemeinde und die weitere Arbeit mit dem Jumelage-Komitee und mit den Gemeindevertretern beider Orte anlässlich der Klimapartnerschaft besprochen. Außerdem stattete sie der Sanitätsstation und dem Projekt für unterernährte Kinder eine Visite ab.

Durch die vielen Bilder, die von der Vorsitzenden gezeigt wurden, wurde einmal mehr zum Ausdruck gebracht, wie gut die Zusammenarbeit über die vielen tausend Kilometer hinweg funktioniere und „wie die Umsetzung unserer Projekte in Dourtenga erfolgreich gewährleistet wird“, sagte Dvorak.

Aber die Vorsitzende blickte nicht nur zurück, sondern setzte in ihrem Jahresbericht auch gleich neue Ziele für die Partnerschaft. Der Bau einer Berufsschule könnte, so die Vorsitzende, ein nächstes größeres Projekt sein. Allerdings hänge die Realisierung dieses Großprojektes sehr stark vom Budget des Förderkreises und den Vorstellungen der Partner in Dourtenga ab. „Immerhin trägt der Verein – auch, wenn das Land Baden-Württemberg einen Teil der Kosten übernehmen würde – ein gutes Viertel der Gesamtinvestitionssumme“, so Dvorak.

Weiterhin werden Paten gesucht

Zudem stünde der Umbau von aktuell nur provisorisch genutzten Schulräumen zu neuen Klassenräumen auf der Agenda. Die Brühler Bildungsinitiative in Dourtenga trage Früchte, so dass die Zahl der Jungen und Mädchen, die in Dourtenga eine Schule besuchen, stetig zunehmen würde, so Dvorak. Außerdem führe der Verein auch im kommenden Jahr die permanenten Projekte, wie die Patenschaften für Kinder in Dourtenga, die Versorgung der Hilfsstation mit Medikamenten, die Versorgung unterernährter Kinder und die Bezahlung der Personalkosten von Erziehern fort – unter dem Strich summiere sich dieser Bereich für den Förderkreis Dourtenga auf stattliche 27 000 Euro im Jahr, rechnete die Vorsitzende vor.

Wie diese Ausgaben finanziert werden, zeigte der zweite Vorsitzende des Förderkreises, Claus Krebaum, auf. So habe allein die Sponsorenwanderung der Schüler der Jahnschule einen Erlös von 7413 Euro in die Kasse gespült. Auch die Sammlung von Spenden mit Hilfe von Sammeldosen in den Geschäften der Gemeinde trage einen guten Teil bei, immerhin sei in den vergangenen drei Jahren so eine Gesamtsumme von rund 2000 Euro zusammengekommen. Krebaum ging auch ausführlich auf die Feiern zum Partnerschaftsjubiläum im vergangenen Jahr ein.

Ein gutes Zeugnis stellte auch Gabi Rösch dem Patenschaftsprogramm für Kinder in Dourtenga aus. 304 Kinder würden finanziell bei der Schulausbildung gefördert. „Wir suchen aber weiterhin noch Paten“, warb die Zuständige, Rösch. Bürgermeister Dr. Ralf Göck lobt die erfolgreiche, über Jahre kontinuierliche Arbeit und bedankt sich sehr im Namen der Gemeinde für das Engagement des Förderkreises.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional