Brühl

Feuerserie Einem Duo werden 17 Brandstiftungen vorgeworfen

Beschuldigte seit gestern im Gefängnis

Archivartikel

Brühl.Der Verdacht der Polizei hat sich einen Tag nach dem jüngsten Flächenbrand beim Pferchstückerweg (wir berichteten) offensichtlich erhärtet. Gestern erließ das Amtsgericht Mannheim auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen einen 56-jährigen Mann und eine 56-jährige Frau. Das Duo steht unter dem dringenden Verdacht der Brandstiftung sowie der Sachbeschädigung durch Brandlegung in 16 Fällen, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Ermittlungsbehörden.

Der beschuldigte Mann war vorgestern nach der letzten Brandstiftung in unmittelbarer Nähe zum Tatort nahe des Brühler Friedhofs von Polizeibeamten vorläufig festgenommen worden. Die weiteren Untersuchungen ergaben dann, dass sich das Duo wohl gemeinsam Anfang Juli entschlossen hatte, „Brände an Wiesen und landwirtschaftlichen Flächen beziehungsweise Erzeugnissen zu legen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand soll das Duo dann am Sonntag, 8. Juli, mit ihrer Serie von Zündeleien begonnen haben. Als erstes sollen sie nacheinander unweit voneinander zwei Gebüsche nahe der Mannheimer Landstraße in Brühl angesteckt haben.

Flucht- und Verdunkelungsgefahr

In den folgenden Wochen sollen die Beschuldigten insgesamt 16 Brände im Bereich Brühl und Mannheim-Rheinau gelegt haben, obwohl ihnen, wie die Behörden betonen, stets bewusst gewesen sein musste, welche Gefahr durch die seit Mai herrschende Trockenheit von diesen Zündeleien ausgehen würden.

Am gefährlichsten war die Situation wohl Anfang dieser Woche. Da stand im Bereich der Schmitzstraße eine Grünfläche und ein großer Baum in unmittelbarer Nähe zur angrenzenden Wohnbebauung in Vollbrand. Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf die Gebäude.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim wurden die beiden Deutschen gestern dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt. Der erließ gegen sie aufgrund von bestehender Flucht- und Verdunkelungsgefahr die Haftbefehle wegen des dringenden Verdachts der Brandstiftung sowie der Sachbeschädigung. Die beiden Beschuldigten wurden danach in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. ras/zg

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