Brühl

Geothermie Deutsche Erdwärme bewirbt sich

Bohrloch in Brühl ist attraktiv

Brühl.An der geothermischen Nutzung der Region ist nicht nur das Konsortium aus MVV und EnBW interessiert (wir berichteten exklusiv), auch das Unternehmen Deutsche Erdwärme hat sich beim zuständigen Bergamt um die notwendige Konzession für das Gebiet zwischen Mannheim-Süd und Reilingen, Altlußheim und Heidelberg beworben. Das Unternehmen hat nach eigener Aussage aktuell vier Geothermie-Projekte im Land- und Stadtkreis Karlsruhe sowie weitere im Süden der Republik in Bearbeitung.

Dr. Herbert Pohl, Mitglied des Beirates der Firma, sieht im Gespräch mit unserer Zeitung extrem große Chancen in der Nutzung der Erdwärme in der Oberrheinebene. Unklar bleibt dabei, welche Rolle das Bohrloch der derzeit stillgelegten Geothermie-Baustelle in Brühl bei dieser Nutzung spielen könnte, wenn die Deutsche Erdwärme den Zuschlag bekommen sollte.

Die von der inzwischen insolventen Firma Geoenergy vorgenommene Erkundung des Untergrundes und die bereits bis auf 3800 Meter abgeteufte Bohrung in Brühl bezeichnet Pohl als erfolgversprechend. Doch sei es fraglich, ob das von Geoenergy abgebrochene Konzept von der Deutschen Erdwärme fortgeführt werde.

Die Spannbreite für ein mögliches Geothermie-Kraftwerk reicht bei seinem Unternehmen von einer Weiterführung des begonnenen Projektes an diesem Standort über die Nutzung des vorhandenen Lochs in Verbindung mit einer neuen Anlage in der Nähe, bis hin zum vollkommen neuen Standort mit Verfüllung der Bohrung im Brühler Süden auf Kosten des Unternehmens. ras

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