Brühl

Impfungen Einwohner ohne Internet sollen nicht vergessen werden / Die vielfach erfolgreiche Integration als Vorbild nehmen

CDU fordert mehr Informationen zur Erreichbarkeit

Brühl.Die Impfungen gegen das Coronavirus werden seit Ende Dezember in zentralen Impfzentren im Heidelberger Patrick-Henry-Village und in der Mannheimer Maimarkthalle angeboten, heißt es in einer Pressemitteilung der örtlichen CDU. In einem ersten Schritt gelte dieses Angebot für Bürger ab dem 80. Lebensjahr.

„In Baden-Württemberg werden die Bürger nicht schriftlich über die Impfmöglichkeiten beziehungsweise den Ablauf informiert“, daher bedarf es nach Meinung der örtlichen CDU in diesem Bereich einer erhöhten Aufklärung und Information vor Ort.

Der Rhein-Neckar-Kreis habe zwar auf seiner Homepage einige Informationen veröffentlicht, etwa dass sich die Bürger, sofern sie die Möglichkeit haben, unter der Internetaddresse www.impfterminservice.de anmelden, oder über die gleichnamige App einen Termin vereinbaren könnten.

Zudem bestehe die Möglichkeit unter der Telefonnummer 116 117 Termine zu vereinbaren. „Jedoch was ist mit unseren älteren Mitbürgern, vor allem diejenigen, die alleine wohnen und keinen Zugang zu den digitalen Medien haben beziehungsweise deren Verwandtschaft nicht gerade in der Nähe von Brühl wohnt?“, fragt die CDU in einer Pressemitteilung.

Wie kommt man zum Zentrum?

Diese fragesuchenden Menschen sollten auf jeden Fall die wichtigsten Informationen über die Teilnahme an der Coronaimpfung bekommen. Weiterhin stelle sich die Frage der Mobilität. „Wie kommen die Älteren zu den zentralen Impfzentren?“

In der jüngsten Gemeinderatsitzung wurde bereits von CDU-Ratsherr Wolfgang Reffert nachgefragt, welche Maßnahmen die Gemeinde zur Information ihrer Bürger unternehmen wolle, sobald die Impfmöglichkeit besteht. Seitens der SPD Fraktion war dabei ein Wunsch nach Informationen ebenfalls erkennbar, bilanziert Reffert in einer Stellungnahme.

Die CDU Fraktion erkenne insgesamt die Notwendigkeit nach einem mehr an Informationen. „Eine Lösung sehen wir in einem zentralen Ansprechpartner in der Gemeindeverwaltung – so verfährt aktuell unter anderem die Gemeinde Dossenheim – oder auch bei der freiwilligen Einbindung sozialer Organisationen in Brühl. „Beispielhaft sei die erfolgreiche Organisation zur Flüchtlingshilfe in der Hufeisengemeinde“, heißt es abschließend in der CDU-Pressemitteilung. zg/ras

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