Brühl

Kollerkrotten Tanja II. aus dem Hause Kneip schwingt in dieser Kampagne das Narrenzepter

„Das macht extrem viel Spaß“

BRÜHL.Die kuschelige „Prinzessinnen-Krott“ hat Schwester Lisa ihr geschenkt – das Plüschexemplar ist Dauerbegleitung für Tanja II. aus dem Hause Kneip. Irgendwie wirkt die junge Frau eher brav, spricht man mit ihr, hört man aber schnell das Powerpaket heraus, das hinter der ruhigen Fassade bestens versteckt ist.

Wie viel Spaß an der Narretei sie hat, drückt sich wahrscheinlich am besten darin aus, dass sie seit Jahren in der Garde der „Kollerkrotten“ tanzt, „zuerst habe ich mich nur an die Showtänze getraut, dann aber auch an die Märsche – das macht einfach extrem viel Spaß“, sagt die 27-Jährige strahlend. Trainiert wird dabei das ganze Jahr über, das ist gleichzeitig der Ausgleich für die Arbeit, denn im Berufsleben jongliert Tanja Kneip mit Paragrafen, ist Rechtsanwaltsgehilfin.

„Eigentlich konnte ich mir nie vorstellen Prinzessin zu werden“, obgleich sie schon als Kind mit ihren Eltern bei Umzügen mit dabei war, „als Clown“, stellt sie fest. Ihre Mutter hat der Vater auch durch die Fasnacht kennengelernt – damit war das Narrenleben schon vorprogrammiert. „Wir sind ein närrisches Quartett“, verrät Tanja, weil alle vier Kneips die fünfte Jahreszeit so richtig (er-)leben.

Fasnacht schon immer ein Thema

Die Faszination für den Tanz im Karneval habe sie erst spät für sich entdeckt, etwa vor sieben Jahren, dann aber mit voller Wucht. „Fasnacht war aber schon immer Thema, obwohl ich erst bei der ,Narrhalla’ in Ketsch war, dann auch mal in der Pfalz nach dem Narrentum geschaut habe – Brühl ist halt doch schön, hier fühle ich mich im Verein auch echt wohl“, bringt sie eine Hommage an die „Kollerkrotten“ zu Gehör.

Vor zwei Jahren hat sie dann erfahren, dass die Kampagne 2017/2018 „ihre“ sein wird. „Ich habe mich tierisch gefreut“, erinnert sie sich, „alle, die es dann wussten, haben ungläubig gesagt ‚ist das dein Ernst?‘, keiner hat damit gerechnet, sich aber riesig mit mir und für mich gefreut.“ Zwei Jahre Zeit alles vorzubereiten. Natürlich ging Tanja auf die Suche nach festlichen Kleidern, gefunden hat sie vier wunderschöne Prinzessinnenkleider. „Ich mag „nude“, diese Puderfarbe, deshalb habe ich gleich zwei Kleider in diesem Farbton, dann noch ein petrolfarbenes und ein rotes“, zählt sie auf.

Sie lacht und erzählt davon, dass sie die Kleider hat einkürzen lassen müssen, „ich bin halt klein, ganze 157 Zentimeter groß.“ Prädestiniert also für das Tragen hoher Absätze? „Ja, sicher!“ Im Köfferchen hat Tanja die Insignien ihrer Narrenmacht dabei, das Zepter und ihr Diadem, das stark funkelt. Ihre tollen Frisuren und das Make-up machen ihr Freunde aus dem Verein, Betty Möltgen, Shayan Katebi und Ex-Prinzessin Tanja I., dafür bin ich echt dankbar, es macht auch immer viel Spaß, wenn alle da sind und mich zur Prinzessin verwandeln.“

„Krott“ zieht ihren Orden

Etliche Termine hat es schon gegeben, bei denen Tanja II. aufgetreten ist. Besonders in Erinnerung bis jetzt sind Baden-Baden und Bad Kreuznach, dort und bei den zahlreichen Events, die noch anstehen, trifft die in Ketsch wohnende Hoheit ihre ganz spezielle Wochenendfamilie, „total viele Freunde“, erzählt sie. Und was macht die Lieblichkeit, wenn sie mal ganz privat Zeit hat? „Mit Freunden was machen, auf der Couch abhängen und lesen“, dann bevorzuge sie Romane, aber Psychothriller hätten auch eine Chance, gelesen zu werden, verrät Tanja.

Für jemanden wie Tanja II. aus dem Hause Kneip, der derart mit der „Krott“ verbunden ist, fiel die Wahl für das Motiv des Prinzessinnenordens nicht schwer: Den Rahmen bildet die Brühler Amphibie, die selbstredend eine Kugel in den Armen hält. Diese wiederum ist die Basis für das Bild der strahlenden Prinzessin. Das Krötenhaupt schmückt die Krone in Gold, deren Zacken mit blauen Steinen geschmückt sind. Auf Vorderfüßen und Hinterschenkel ist Platz für die Daten wie Verein, Prinzessinnenname, Verein und Jahreszahlen der Kampagne. zesa

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