Brühl

Frauensingkreis Vorstandsmitglieder finden keine Nachfolger / Neuwahlen sind auf außerordentliche Versammlung vertagt

Das Menetekel der Auflösung schwebt über dem Chor

Archivartikel

Brühl.Obwohl Neuwahlen angestanden hatten, verließ der Vorstand des Frauensingkreises in alter Besetzung die Jahreshauptversammlung – allerdings nur noch kommissarisch, wie betont wurde. Das Vorstandsteam hatte bereits vor zwei Jahren angekündigt, seine Ämter aus Altersgründen zur Verfügung zu stellen. „Aber trotz intensiven Bemühungen im Vorfeld, konnten keine Nachfolgerinnen gefunden werden“, hieß es während der Sitzung.

Deshalb führt nun der gesamte Vorstand sein Amt kommissarisch bis zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die in Kürze anberaumt werden soll, weiter. „Sollte bis dahin kein neuer Vorstand gefunden werden, müsste der Verein schweren Herzens aufgelöst werden“, stellten die Amtsinhaber fest.

Der Chor wurde 1954 als selbstständiger Frauen- und Mädchensingkreis gegründet und stand bis 1974 unter dem Dirigat von Eduard Brucker, der die Entwicklung des Chores maßgeblich beeinflusst hat. Seit 1988 hat Maria Löhlein-Mader die Chorleitung inne. 1992 wurde der Name des Chores der personellen Situation angepasst und in Frauensingkreis unbenannt.

30 Mitglieder waren zur Versammlung gekommen, um die Berichte über das vergangene Jahr entgegenzunehmen. So legte Irmgard Geiger ihren Kassenbericht vor. In ihrem Tätigkeitsbericht schilderte die Vorsitzende Monika Gredel die Aktivitäten des Vereins. Zu 34 Singstunden kamen noch Auftritte beim katholischen Pfarrfest, dem evangelischen Gemeindefest und ein Besuch im B+O-Seniorenheim.

Die „Besinnliche Singstunde“ im Dezember bildete in vorweihnachtlicher Atmosphäre gleichzeitig den attraktiven Rahmen für die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Auch die Dirigentin, Maria Löhlein-Mader war für ihre 30-jährige Tätigkeit beim Frauensingkreis geehrt worden.

Besonders fleißige Chormitglieder

Aber auch die Geselligkeit wurde im Singkreis gepflegt, betonte Gredel. Die Sängerinnen trafen sich zum Ferientreff im Biergarten des TV-Clubhauses und unternahmen einen Ausflug nach Weinheim sowie eine Fahrt mit Angehörigen und passiven Mitgliedern nach St. Goar.

Für fleißigen Singstundenbesuch durfte Rosi Hertlein an 13 Sängerinnen einen bunten Blumengruß überreichen. Hertlein selbst war ebenfalls in allen Singstunden und beim Ständchensingen anwesend gewesen.

Am Ende der Versammlung bedankte sich die noch immer amtierende Vorsitzende Monika Gredel bei der Dirigentin und ihren Vorstandskollegen für die gute Zusammenarbeit und gab noch einige Termine bekannt. Die außerordentliche Mitgliederversammlung wird in wenigen Wochen stattfinden. Dabei sei die Anwesenheit passiver Mitglieder dringend erwünscht, wurde unterstrichen. bw

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