Brühl

KFD Pfarrer Bertsch referiert über das bekannteste Buch

Der Bibel auf der Spur

Brühl.„Die Bibel nicht wörtlich, sondern ernst nehmen“ – diesem Thema näherten sich die Teilnehmerinnen einer Veranstaltung der katholischen Frauengemeinschaft (KFD) zusammen mit Pfarrer Erwin Bertsch. Die Bibel, das bekannteste Buch der Welt, in 2650 Sprachen übersetzt, Teil des Weltkulturerbes und fast sechs Milliarden Menschen zugänglich ist immer noch ein Buch, das Überraschungen bereithält, heißt es in einer Mitteilung. Selbst religionsferne Menschen fänden Zugang zu den Texten der Bibel. Sie bildeten die Grundlage unseres Glaubens, seien aber auch die Quelle des Glaubens für das Judentum.

Die Texte beruhten allein auf mündlicher Überlieferung über einen Zeitraum von 1200 Jahren. Der Theologe erläuterte, dass die Grundlage für das Verständnis der Bibeltexte auf der Aussage: „Die Bibel ist Gottes Wort in Menschen Wort“ beruhe. Beim Lesen der Texte stoße man auf manche Widersprüche. So gebe es beispielsweise bei den vier Evangelisten vier unterschiedliche Darstellungen der Leidensgeschichte Jesu. Das sei verständlich, da nicht alles zur gleichen Zeit aufgeschrieben wurde und die Denkweise zeitbedingt zu verstehen sei. So können wir in unserer Zeit nur wenig mit dem Gleichnis des Sämanns oder dem guten Hirten anfangen. Hier sei das Verständnis des Textes hinter dem Text angesagt.

Zum Vertiefen des Glaubens

Pfarrer Bertsch gab den Frauen den Rat, die Bibeltexte als Meditationstexte über den Glauben zu lesen, die helfen, den Glauben zu vertiefen. Die Texte dürften nicht isoliert betrachtet werden, sondern sollten immer das Ganze in den Blick nehmen. „Höre nicht die Worte, höre hinter die Worte. Hinter allem steht Gott“, waren seine abschließenden Worte. Bei Kaffee und Kuchen diskutierten die Damen noch lebhaft. zg

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