Brühl

Netzwerk Angebote rund um die Demenz vorgestellt / Informationen am gemeinsamen Aktionsstand

Die Krankheit aus der Tabuzone befreien

Archivartikel

Brühl.Die Gesellschaft steht vor der Aufgabe, immer mehr und immer ältere Menschen zu betreuen. Und mit der höheren Lebenserwartung nimmt auch die Zahl der an einer Demenz erkrankten Menschen kontinuierlich zu. Bereits heute leben in Deutschland 1,7 Millionen Menschen mit einer Demenz. Bis 2050 wird diese Zahl – von Experten hochgerechnet – auf drei Millionen Menschen steigen.

Unter dem Motto „Demenz – Einander offen begegnen“ bot das Brühler Netzwerk an einem Informationsstand in der Geschäftsstelle der Sparkasse rund um den Welt-Alzheimertag Wissen über das Krankheitsbild, um mehr Verständnis für die erkrankten Menschen zu vermitteln. „Wir wollen mit dieser Informationsveranstaltung auf die Erkrankung aufmerksam machen, sie aus der Tabu-Zone holen“, erklärt Carsten Sauder vom Kreisvorstand des Sozialverbandes Deutschland und Residenzberater bei Pro Seniore. Dabei spielte die Quintessenz, dass Menschen mit Demenz weiter am Leben teilhaben wollen und sollen, eine große Rolle, unterstrich beispielsweise Elke Rinderknecht von der ökumenischen Nachbarschaftshilfe am Stand im Gespräch mit Interessierten.

Das Brühler Netzwerk berät und unterstützt Menschen im Sozial- und Pflegebereich. Die regelmäßigen Treffen der Netzwerkmitglieder ermöglichen einen umfassenden Austausch zu den Betätigungsfeldern der einzelnen Organisationen, wovon Betroffene und Angehörige profitieren.

So gibt es Seminare wie die modellhafte und mit Preisen ausgezeichnete Schulungsreihe der Alzheimer Gesellschaft „Hilfe beim Helfen“ oder das Café Vergissmeinnicht des kirchlichen Pflegedienstes Kurpfalz, das sich wöchentlich freitags, 14.30 bis 17.30 Uhr, im evangelischen Gemeindezentrum trifft. ras

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