Brühl

Schillerschule Großer Bildschirm und Tablet-PCs sind die neuen Lehrmittel / Leihgabe eines Systemspezialisten

Digitalen Unterricht erproben

Archivartikel

Brühl.Medienerziehung lautet das Stichwort für den Weg in die Bildungszukunft. In der Schillerschule ist jetzt ein wichtiges Instrument für die Vermittlung wesentlicher Inhalte der Medienkompetenz übergeben worden.

Geschäftsführer Jürgen Klimpel und Mitarbeiter Matthias Kreutz, Systemspezialist des Unternehmens SKC in Hirschberg – ein Kooperationspartner von Samsung – hatten einen großen Kasten aus Holz und Metall im Gepäck. Darin verbarg sich ein großer Bildschirm. Das wäre an sich schon allein eine schöne Bereicherung des Schulalltages gewesen. Doch hinter dem großen Bildschirm versteckten sich zahlreiche Tablet-PCs samt Tastaturen und den passenden Routern für das schulische Wlan.

Konzept Kollegium präsentieren

Die beiden Fachleute stellten den Pädagogen, die künftig in einer Arbeitsgemeinschaft gemeinsam Technik und Konzept erarbeiten, um sie dann dem kompletten Kollegium zu präsentieren, die Leihgabe ausgiebig vor. Ein Jahr lang kann die Schule nun digitalen Unterricht erproben.

Die neue Schulleiterin Dorothea Schmidt-Schulte freute sich ganz besonders, denn den alten PC-Saal habe man nicht mehr weiter ausgestattet. „Unser Ziel war es, eigene Tablets zu haben“, meinte die Pädagogin. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft und damit der Multimediaberater der Schule, Ronny Pinazza, sowie seine Kollegen Stefanie Roth (Klassenlehrerin der 3c) und Marc Waluja (Klassenlehrer der 1c) hospitierten auch an anderen Schulen.

„Nicht nur zum Spielen“

„Die Kinder sollen den Einsatz von modernen Medien nicht nur zum Spielen begreifen“, sagte Dorothea Schmidt-Schulte, „sondern sollen auch verstehen, damit zu arbeiten.“ Dass darin durchaus pädagogischer Sinn besteht, betonte Ronny Pinazza: „Unsere Aufgabe ist es, die Schüler die Tablets als Lehrmittel zu vermitteln – genau wie ihre Bücher.“ Die beiden Experten Jürgen Klimpel und Matthias Kreutz betonten auch die einfachere Erfolgskontrolle des Lernens seitens der Lehrer. Diese könnten auf ihrem eigenen Tablet während der Übungseinheiten immer wieder einzelne Schüler beobachten. So kann eingegriffen werden, wenn eine Aufgabe vielleicht zu schwer oder zu leicht ist. Schnellere Unterstützung ist auf diese Weise möglich. Und natürlich können auch die Schüler den Bildschirm des Lehrers sehen – wenn dieser ihn freigibt für eine entsprechende Lerneinheit.

Bis zu den Herbstferien werden die Lehrer nun das Angebot erarbeiten. Im kommenden Schuljahr sollen die Schüler dann erstmals mit den Tablet-PCs im Unterricht arbeiten.

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